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Sky, DAZN, Amazon, RTL, Telekom: Die Übertragungsrechte der Bundesliga – ein heißer Kampf

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Ab 15.30 Uhr geht es weiter mit dem aktuellen Spieltag der Bundesliga.

Die höchste deutsche Spielklasse zählt nach wie vor zu den populärsten Fußballligen überhaupt. Sie wird in sämtliche Teile der Welt übertragen. Insgesamt 208 Länder haben sich die Übertragungsrechte gesichert. Doch während man im Ausland meist auf einen Anbieter festgelegt ist, ist die Lage in Deutschland längst nicht mehr so überschaubar wie noch vor einigen Jahren.

Drei Anbieter, drei Abos

Als langjähriger Partner der DFL hat sich für die laufende und die anstehende Saison der Pay-TV-Riese Sky einmal mehr die Übertragungsrechte für das deutsche Oberhaus gesichert. Diesmal musste Sky jedoch ein Stück vom Kuchen abgeben. Eurosport hatte ebenfalls den Zuschlag bekommen. Eurosport hat die Rechte an den Streaming-Anbieter DAZN sublizenziert. Dieses Arrangement ist ebenfalls für die Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 gültig. Wollt Ihr als Fan also alle Spiele der Bundesliga live im Fernsehen verfolgen, müsst Ihr drei Abonnements abschließen.

Im weiteren Verlauf der Saison zog sich Eurosport nach einem Streit mit der DFL zurück und mit Amazon stieß noch ein neuer Anbieter in den Bundesliga-Markt vor. An den Abos für den Kunden hat sich somit nichts geändert. Bei Amazon ist die Bundesliga natürlich nur für Prime-Mitglieder verfügbar. Alle Rechte sind  bis zum Ende der Saison 2020/21 gültig.

Das Bieten hat begonnen

Am 8. Juni hat der nächste Milliardenpoker um die TV-Rechte der Bundesliga für 2021/22 bis 2024/25 begonnen. Die Vereine dürfen dabei wieder auf einen wahren Geldsegen hoffen. Das Ergebnis soll den Klubs laut „Kicker Sportomagazin“ am 22. Juni von DFL-Chef Christian Seifert vorgelegt werden. Diesmal werden sieben TV-Rechtepakete für die Liveübertragungen der Bundesliga und 2. Bundesliga versteigert.

Besonders die Bundesliga ist dabei äußerst gefragt. Schließlich besteht für diese das größte Interesse bei den Fans. Selbst eine Wette mit den neuesten Quoten auf die deutsche Bundesliga ist auf verschiedenste Weisen möglich. So hat man neben den Langzeitwetten auf die Gewinner der Liga auch die Möglichkeit über Abstiege zu spekulieren. In der diesjährigen Saison wird beispielsweise mit einer Quote von 1,13 Bremen als sicherer Abstiegskandidat gehandelt. Bremen versucht ab 15.30 Uhr, in Paderborn drei Punkte zu sichern.

Darüber hinaus werden noch sogenannte zeitversetzte Verwertungen angeboten, die dann via Kabel, Web oder Mobilgeräte empfangbar sind. Zudem werden erstmals die Rechte für die gesamte DACH-Region mit Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und Südtirol vergeben.

Wie viel Geld ist für die Vereine drin?

Bei der letzten Vergabe der TV-Rechte wurde ein Gesamtvolumen von 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten erzielt. Diesmal wird eine weitere Steigerung erwartet, jedoch nicht wie zuletzt von mehr als 80 Prozent. Als Bewerber gelten einmal mehr Sky, DAZN und Amazon.

Außerdem könnten diesmal auch die Deutsche Telekom oder RTL mitmischen. Beide haben schon Erfahrung im Bereich der Fußballübertragungen gesammelt. RTL setzte dabei beispielsweise auf die deutsche Nationalmannschaft und die Spiele zur EM-Qualifikation, die Telekom auf die Exklusivübertragung der 3. Liga.

Das Erste und das ZDF werden sich nicht um die Live-Übertragungen bemühen. Wie in den vergangenen Jahren auch werden die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Fokus einmal mehr auf Zusammenfassungen in der Sportschau und im aktuellen Sportstudio legen.

Wieder nur ein Anbieter?

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass es wieder nur einen Anbieter geben wird, der sämtliche Spiele exklusiv anbietet. Obwohl die Chance dazu gering ist, ist dieses Szenario nicht gänzlich ausgeschlossen. Dass es überhaupt erst so weit kommen konnte und die Rechte auf mehrere Anbieter verteilt wurden, lag an einer Entscheidung des Bundeskartellamts. Nun aber ist es der DFL möglich, alle vier Rechtepakete (Samstagnachmittag, Samstagabend, Freitag/Sonntag sowie Samstagskonferenz) einem einzelnen Erwerber zuzusprechen. Dieser müsste aber zwei Teil-Lizenzen weiterveräußern.

Es bleibt spannend, wie in Zukunft die deutsche Fußball-Landschaft vor dem TV-Bildschirm aussehen wird. Und spannend wird ab es ab 15.30 Uhr, gerade in der Abstiegsfrage. Heute dann auf Sky…

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