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Der 5G-Ausbau kommt: Wie wappnet sich Apple?

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Seit 2012 wird an der Weiterentwicklung von LTE, dem sogenannten 5G, gearbeitet.

Auch wenn Deutschland in Sachen Breitbandausbau hinterherhinkt, so ist die aktuelle Mobilfunkgeneration LTE in Deutschland bereits für über 96 Prozent der Haushalte verfügbar.

Geht es nach den Wünschen der Bundesregierung, soll Deutschland dabei ein “Leitmarkt für 5G-Anwendungen” werden. Allerdings soll diese Technik nicht vor 2025 Realität werden. Das Wettrüsten der Mobilfunkanbieter hat spätestens seit der Versteigerung im Sommer 2019 hierzulande begonnen.

5G kurz erklärt

Dass 5G als Netzwerk in naher Zukunft hierzulande verfügbar sein wird, steht also außer Frage. Doch wie steht es um die Möglichkeiten, es auch zu empfangen? Sind die neuen iPhones beispielsweise technisch in der Lage, 5G zu empfangen? Werfen wir zuvor einen kurzen Blick auf die Technologie selbst.

5G ist ein Mobilfunkgerät der fünften Generation und der Nachfolger von 4G. Es ist viel schneller als 4G LTE. Das bedeutet, dass wir in nur wenigen Jahren weitaus schnellere Verbindungsgeschwindigkeiten auf Geräten sehen werden. Wenn man von 5G-Konnektivität spricht, geht es um Millimeterwellenspektrum.

5G und Apple

Seit Monaten gibt es Gerüchte, dass Apple 2020 ein 5G-Telefon auf den Markt bringen wird, wobei das iPhone 11, das iPhone 11 Pro und das iPhone 11 Pro Max 2019 weiterhin LTE verwenden. Apple hatte ursprünglich geplant, Intel-Chips in seinen 2020 5G-iPhones zu verwenden, aber Intel ist nicht mehr im Geschäft mit Smartphone-Chips tätig. Es scheint, als hätte Apple keine andere Wahl, als die Modemchips von Qualcomm zu verwenden.

Qualcomm hat bereits einen 5G-Chip herausgebracht und arbeitet an einem zweiten, dem X55. Der X55-Chip kam 2019 auf den Markt und ist wahrscheinlich der Chip, den Apple in seinem “neuen iPhone“, das 2020 auf den Markt kommen soll, verwenden wird.

Dieser neue Chip bietet maximale Download-Geschwindigkeiten von 7 Gbit pro Sekundes und Upload-Geschwindigkeiten von 3 Gbit/s. Diese Zahlen sind jedoch theoretische Maximalwerte und die tatsächlichen Geschwindigkeiten hängen vom Netz des Netzbetreibers ab.

Frühe 5G-Geräte verbrauchen viel Batterie, was mit den 5G-Chips der zweiten Generation, die Apple wahrscheinlich verwendet, besser wird. Der X55 ist energieeffizienter als sein Vorgänger. Das bedeutet, dass er weniger Energie verbraucht und die Akkulaufzeit bei Anschluss an ein 5G-Netzwerk weniger beeinflusst.

Es muss nicht immer nur Apple sein

Auch wenn die Smartphones von Apple in ihrer Beliebtheit nicht abreißen und mit verblüffenden Neuheiten daher kommen, so gibt es auch andere Technologiekonzerne, die 5G-kompatible Smartphones anbieten. Hier ist eine kurze Übersicht der Smartphones, die bereits für 5G-Netzwerke ausgelegt sind:

  • Sony Xperia 1 II
  • Samsung Galaxy S20 / S20 Plus / S20 Ultra
  • Xiaomi Mi 10 / Mi 10 Pro
  • ZTE Axon 10S Pro
  • Samsung Galaxy S10 5G
  • Samsung Galaxy Note 10 5G / Note 10 Plus 5G
  • Samsung Galaxy Fold 5
  • OnePlus 7 Pro 5G & 7T Pro 5G
  • McLaren Edition Moto Z3 / Moto Z4
  • Huawei Mate X, Mate 20 X 5G, 30 5G & Mate 30 Pro 5G

Zukunftstechnologie mit Makeln

Die Millimeterwellentechnologie bietet also die Möglichkeit für blitzschnelle Datenübertragungsgeschwindigkeiten. Allerdings ist 5G sehr empfindlich gegenüber Störungen durch Gebäude, Bäume und andere Hindernisse. Wie viel schneller wir am Ende surfen können, bleibt abzuwarten, da 5G-Netze noch nicht weit verbreitet sind. In den ersten Jahren nach dem Start wird die 5G-Konnektivität nur sporadisch verfügbar sein, da Netzbetreiber auf LTE als Backup vertrauen.

Es wird noch einige Jahre dauern, bis die 5G-Technologie auch hierzulande weit verbreitet ist. Außerdem werden viele der schnellsten 5G-Geschwindigkeiten auf Großstädte beschränkt sein, da die Netzbetreiber noch daran arbeiten, ihre Netzwerke auszubauen und ihre Ausstattung aktualisieren.

5G wird schnellere Verbindungsgeschwindigkeiten auf Mobilfunk- und Heimgeräten bereitstellen. Wenn Ihr testen möchtet, wie schnell Eure aktuelle LAN-Verbindung zu Hause ist, können sogenannte Netzwerktester weiterhelfen. Sie sind außerdem ein Muss für jeden Netzwerktechniker.

Fotos: pixabay.com (2), Samsung

 

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