Anzeige

EU-Regulierung von Ladegeräten: Apple gegen einheitlichen Standard

    6

Apple hat sich zum Thema der Regulierung von Ladegeräten in der EU positioniert.

Diesbezüglich hat das Unternehmen heute eine Pressemitteilung veröffentlicht. Wir hängen Sie Euch unten in voller Länge in deutscher Übersetzung an.

Lade-Standard würde mehr schaden als nutzt

Die Hauptthese gegen eine Regulierung von Ladegeräten steht im ersten Satz: „Wir glauben, dass eine Regulierung, die die Konformität aller in Smartphones verbauten Steckertypen erzwingt, Innovationen eher hemmt als fördert und den Verbrauchern in Europa und der Wirtschaft insgesamt schaden würde.“

Mit dieser Aussage will Apple indirekt für eine weitere Verbreitungsmöglichkeit vor allem des hauseigenen Lightning-Anschluss plädieren, mit dem laut eigenen Aussagen schon über eine Milliarde Geräte ausgeliefert wurden. Würde dieser nicht mehr genutzt werden können, werde laut Apple „ein beispielloses Volumen an Elektroschrott“ entstehen.

USB-C: Flexibler als jeder Standard?

Zudem steige die Industrie so oder so auf USB-C um. Dieser Anschluss sei vielfältig, ermögliche Innovationen, aber sei zugleich flexibler als jeder Standard, den die EU schaffen würde.

Das Statement schließt ab mit dem Wunsch, „dass die Kommission weiterhin nach einer Lösung suchen wird, die die Innovationsfähigkeit der Branche nicht einschränkt und den Kunden aufregende neue Technologien bietet.“ Hier lest Ihr es im Original und in voller Länge:

Apple steht für Innovation und legt großen Wert auf das Kundenerlebnis. Wir glauben, dass eine Regulierung, die die Konformität aller in Smartphones verbauten Steckertypen erzwingt, Innovationen eher hemmt als fördert und den Verbrauchern in Europa und der Wirtschaft insgesamt schaden würde.

 

Mehr als 1 Milliarde Apple-Geräte wurden mit einem Lightning-Anschluss ausgeliefert. Hinzu kommt ein ganzes Ökosystem von Zubehör- und Geräteherstellern, die Lightning einsetzen, um unsere gemeinsamen Kunden zu bedienen. Die Gesetzgebung würde sich direkt negativ auswirken, indem sie die Hunderte Millionen von aktiven Geräten und Zubehörteilen, die von unseren europäischen Kunden und sogar von mehr Apple-Kunden weltweit verwendet werden, stören und ein beispielloses Volumen an Elektroschrott schaffen und die Benutzer stark belasten würde.

 

Wir glauben nicht, dass es einen Grund für eine Regulierung gibt, da die Industrie bereits auf die Verwendung von USB Typ C über einen Steckverbinder oder ein Kabel umsteigt. Dazu gehört das USB-C-Netzteil von Apple, das mit allen iPhone- und iPad-Geräten kompatibel ist. Dieser Ansatz ist für Verbraucher erschwinglicher und praktischer, ermöglicht das Aufladen einer Vielzahl von tragbaren elektronischen Produkten, ermutigt die Menschen, ihr Ladegerät wiederzuverwenden, und ermöglicht Innovationen.

 

Vor 2009 hatte die Kommission in Erwägung gezogen, alle Smartphones nur mit USB-Micro-B-Anschlüssen auszustatten, was die Weiterentwicklung auf Lightning und USB Type-C beschränkt hätte. Stattdessen hat die Kommission einen freiwilligen, auf Industriestandards basierenden Ansatz festgelegt, bei dem sich der Markt von 30 auf drei Ladegeräte (Lightning und USB-C) verlagert, was zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert.

 

Wir hoffen, dass die Kommission weiterhin nach einer Lösung suchen wird, die die Innovationsfähigkeit der Branche nicht einschränkt und den Kunden aufregende neue Technologien bietet.

Foto: Apple
Teile
in diesem Artikel

Anzeige

Deine Meinung ist wichtig

Die Kommentarfunktion von Disqus wird als Frame eingebunden. Wenn Sie eine Meinung/einen Kommentar abgeben wollen, verlassen Sie damit unsere Webseite/App und posten über Disqus.