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Anker Soundcore Wakey im Test: Nachttisch-Alleskönner – mit Luft nach oben

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Wir haben den Multifunktionswecker Wakey von Anker im Alltag getestet.

Technologie im Schlafzimmer ist ja so eine Sache und Smartphones im Bett im Ernstfall Beziehungskiller. Da sollte also genau darauf geachtet werden, was an blinkenden und klingenden Geräten in den heiligen Bezirk des Schlummerns mitgenommen wird.

Unaufdringlich – und unverzichtbar?

Der Soundcore Wakey von Anker schleicht sich an solchen Bedenken mit dem Argument vorbei, er sei als Wecker unabdingbar. Dass er dazu noch andere Dinge wie einen Lautsprecher und vor allem eine iPhone-Ladestation mit Qi-Funktionalität mitbringt, fällt erst dann wieder auf, wenn doch wieder im Halbschlaf nach dem Smartphone gegriffen wird.

Design

Aber der Reihe nach, von außen nach innen: Ist es nicht dunkel – also am Morgen und vor dem Schlafengehen – macht der Wakey optisch das Schlafzimmer zu einem (noch?) schöneren Ort. Sein schlichtes weißes Design mit einem netten Formfaktor wurde nicht zu unrecht bereits ausgezeichnet.

Einziges Manko in optischer „Hinsicht“: Die Zeit wird ohne AM-/PM-Zusatz nicht ganz mittig angezeigt, was aber mit einem Firmware-Update bald behoben werden soll. Allerdings ist die Anzeige des Weckers nachts gezwungenermaßen sowieso dunkel, doch dazu später mehr.

Wecker

Erst einmal zur Hauptfunktion, dem Wecker. Der funktioniert schlicht wie er sollte: In der App kann er pro Wochentag wiederkehrend festgelegt und mit einem von mehreren angenehmen Sounds ausgestattet werden. Eigene Musik kann leider nicht als Weckton definiert werden.

Beim Aufwachen fungiert jeder der responsiven Touch-Buttons unter dem Lautsprecher (Volume, Radio, Bluetooth-Konfigurator und eben Wecker) als Snooze-Schalter und ein langer Druck auf das Wecker-Symbol schaltet ihn ganz ab.

Sound

Neben der Verlockung, noch etwas dösen zu können, verführt auch der Sound des Geräts zum Snoozen. Die Weckersounds klingen klar und deutlich durchs Zimmer. Aber natürlich läuft über den Soundcore Wakey namensgetreu auch Musik von iPhone, iPad und Co.

Hier hakt es bei den Werkeinstellungen zunächst, denn „out of the box“ klingt der Wakey enttäuschend flach. Aber: Wenn Ihr die EQ-Einstellungen des iOS-Geräts – was auch sonst viele tun – auf „Mehr Bässe“ einstellt, erfüllt das Gerät wie auf magische Weise den Raum mit mehr als durchschnittlich prägnanten Klängen. Diesen Sound als Standard von Anker geliefert zu bekommen erscheint da wünschenswert, aber auch eigentlich als eine ausgelassene Selbstverständlichkeit.

Sonstiges: Radio, Einschlafhilfe, Ladestation

Komplettiert wird das Paket des Geräts durch drei weitere Features, von denen die Ladestation fix abgehandelt werden kann: Sie läuft problemlos. Legt das iPhone X (S/R) abends drauf und es ist morgens voll – optimal.

Die mitgelieferte Radioantenne funktioniert nach dem Anschließen ebenfalls sauber. In der App können außerdem noch getimte Einschlafsounds konfiguriert werden: Hier gibt es mit Vögeln, Wasserrauschen, Waldessstimmen und ähnlichem die Klassiker, die auch intuitiv persönlich zusammengestellt werden könnten.

App

Dabei sind wir aber auch ganz automatisch beim größten Schwachpunkt des Wakey, welcher ironischerweise nicht Teil seiner Hardware ist. Die Soundcore-App von Anker ist UI-technisch leider der absolute Horror.

Sie erfüllt alle Funktionen im Endeffekt – aber auch allesamt auf umständlichste Weise. Das beginnt damit, dass sie wirklich unterirdisch ins Deutsche übersetzt ist, was manche Funktionen sehr schwer verständlich macht.

Die Wecker-Einstellung ist noch das angenehmste der Features, aber etwa das Suchen von Radiosendern ist – auch wenn das Foto oben nett aussieht – langwierig und fehleranfällig. Habt Ihr bei beiden Funktionen aber einmal alle Einstellungen getroffen, müsst Ihr sie nicht mehr bearbeiten: die Wecker werden zuverlässig automatisch gestellt und Eure Radiofavoriten sind auch über den entsprechenden Button am Gerät erreichbar.

Am nervigsten ist aber eindeutig, dass sich das iPhone nicht automatisch mit dem Wakey verbindet, wenn Ihr ins Schlafzimmer kommt, nicht einmal wenn es auf ihn gelegt wird. Da kann Anker nur bedingt etwas für, aber dennoch ist es umständlich, jedes Mal in die Bluetooth-Einstellungen zu navigieren, wenn im Schlafzimmer die Beatles erklingen sollen.

Fazit zur Alltagstauglichkeit

Dennoch: Der Anker Wakey bleibt auf unserem Nachttisch. Für 99 Euro ist er ein preis-leistungstechnisch unschlagbares Gesamtpaket aus Wecker, Radio, Ladestation und Uhr. Und er sieht, falls das noch nicht genug betont wurde, wirklich gut aus!

Achja und P.S.: Stellt, wenn Ihr das Gerät kauft, unbedingt in der App ein, dass seine Anzeige nach einer bestimmten Zeit in den Standby-Modus geht. Nicht nur ist das umweltfreundlicher, sondern nachts bitter nötig – denn das Display ist auch in der niedrigsten Stufe (im Dunkeln) viel zu hell.

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