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iTopnews History: Was hinter iWeb von Apple steckte

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Vergangene Woche gab es Gerüchte, Apple werde iWeb 2 veröffentlichen.
Etliche Mails haben uns danach erreicht. Die Frage: Was genau war eigentlich iWeb? Vielen Lesern ist dieses Apple-Projekt gänzlich unbekannt.

Der Frage wollen wir jetzt in unserer Rubrik „ iTopnews-History“ nachgehen. iWeb war ein Programm von Apple für den Mac, mit dem User ganz einfach und unkompliziert Internetseiten erstellen konnten. Während viele User heute auf praktische Homepage-Baukästen wie Wix.com setzen.

iWeb erschien 2006 als Teil von iLife

Das Programm wurde im Januar 2006 als Teil von iLife ’06 für den Mac veröffentlicht. In iLife war damals auch iTunes, iPhoto (Vorläufer von Fotos), iMovie, iDVD und Garageband integriert. Die Programmsammlung kostete 79 Dollar und richtete sich an Privatanwender.

Daran erkennt man den damaligen Stellenwert, den iWeb für Apple vor 13 Jahren hatte. Das Programm zur Website-Erstellung war nicht wie Pages, Numbers und Keynotes in iWork enthalten, sondern musste als Software-Paket hinzugekauft werden.

Es war dazu gedacht, Webseiten über Hochzeiten oder Events, persönliche Blogs oder Künstlerseiten zu erstellen. Für Firmenseiten oder professionelle Blogs war der Funktionsumfang zu gering.

Einfache Website-Erstellung mit iWeb

Wie funktionierte das Programm genau? Mit iWeb ließen sich ganz einfach Internetseiten per Drag’n Drop erstellen. Das Programm war ähnlich wie Pages aufgebaut und leicht zu bedienen. Nutzer konnten Textfelder, Bilder, Videos, Formen und mehr auf eine leere Seite ziehen und die eigene Website Stück für Stück aufbauen.
Dabei war die spätere Optik der fertigen Website sofort ersichtlich. Es war auch möglich, Unterseiten anzulegen, Menüs zu erstellen und Verlinkungen zu setzen. Bilder konnten wie in Pages bearbeitet und mit einer Spiegelung versehen werden.

Widgets für YouTube, Google Maps und mehr

Durch Widgets konnte jeder ganz einfach Videos von YouTube, eine Google-Maps-Karte oder sogar Google AdSense auf seiner Website einbinden. Außerdem ließen sich Bildergalerien, die bereits bei MobileMe hochgeladen waren, auf der Internetseite veröffentlichen.

iWeb hatte aber auch seine Schwächen, besonders wenn es um die Nutzung von Profis-Anwendern ging. So konnte der HTML-Code nicht bearbeitet werden und einige Funktionen wie Passwortschutz wurden nicht unterstützt, wenn die Website nicht bei MobileMe gehostet wurde.

Apple stellte iWeb 2011 ein

Ab Juli 2011 entwickelt Apple iWeb nicht mehr weiter, das Programm kann heute auch gar nicht mehr gekauft werden. Der Hauptgrund war wohl, dass die Zeiten, in denen „jeder“ einen persönlichen Blog geführt hatte, vorbei waren. Heute werden Websites hauptsächlich von Firmen, Shops oder professionellen Bloggern betrieben. iWeb konnte mit seinem aus heutiger Sicht etwas eingeschränktem Funktionsumfang nicht mithalten.

Sollte Apple wirklich iWeb 2.0 planen, muss der Funktionsumfang drastisch erweitert und übererholt werden. Viel hat sich im Internet in den letzten 13 Jahren getan. iWeb 2019 müsste sich daher viel mehr an Profianwendern orientieren. Ob iWeb 2 wirklich gelauncht wird? Darauf könnte die WWDC bereits einen Vorgeschmack geben. Sie beginnt am 3. Juni in San Jose – traditionell mit der Keynote, auf der Apple all seine Neuerungen der Öffentlichkeit präsentiert.

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