Apples günstigster Laptop wird für Studierende erneut teurer. Bei Lehrern regt sich Protest.
Apple dreht beim MacBook Neo erneut an der Preisschraube. Nach mehreren Preisanpassungen ist ausgerechnet der Bildungsrabatt in den USA und Deutschland um bis zu 40 Prozent deutlich geschrumpft. Dabei sollte das Neo eigentlich den Einstieg in die Apple-Welt gerade auch für Schüler und Schulen besonders günstig machen.
Nur noch 50 Dollar Rabatt auf das MacBook Neo
Im Bildungsstore kostet das MacBook Neo mittlerweile 739 statt anfangs 599 Euro. Regulär verlangt Apple weiterhin 799 Euro. Damit schrumpft der Preisvorteil für Studierende und Lehrkräfte von bislang 100 auf nur noch 60 Euro.
Im März gab es das Neo alle noch für 699 Euro. Im Juni erhöhte Apple beide Preise aufgrund der teureren Speicherchips um je 100 Euro. Der neue Aufschlag von 60 Euro trifft allein Bildungskunden – seit dem Start zahlen sie also 160 Euro mehr.

Lehrkräfte und Studierende sind wenig begeistert
iTopnews-Leser Marco ist Lehrer und hat sich bereits mit der Sorge an uns gewandt, dass Schulträger aufgrund der höheren Preise bald nicht mehr auf Macs zurückgreifen könnten – auch Apple TV, das in Klassenzimmern beliebt ist, wurde ja erst massiv teurer.
Hallo zusammen,
ich habe mir gerade mal die neuen MacBooks angeschaut und auch den neuen iMac. Da ich Lehrer bin interessiere ich mich natürlich für die Bildungspreise und wenn ich richtig gerechnet habe, ist der Bildungsrabatt inzwischen bei 7% angelangt, wo wir früher mal zwischen 15-17% waren. Auch die Neos sind von 699€ auf 739€ gestiegen in der Einsteigerkonfiguration. Apple war eigentlich immer darauf bedacht das Lehrpersonal, die Schüler und die Schulen mit guten Preisen und guter Hardware zu ködern, da scheint gerade eine Abkehr stattgefunden zu haben. Genauso bei den Apple TVs, die haben wir in jedem Klassenzimmer mit der kleinen Konfiguration für knapp über 100€ bekommen für 65 Räume und jetzt mit den 349€ ist das eine ganz andere Hausnummer, falls die nach und nach ersetzt werden sollen. Könntet ihr da mal Nachforschungen anstellen, warum die Bildungsrabatte so zurück gefahren wurden, meine Befürchtung ist nämlich, dass die Schulträger dann auf billigere Alternativen zurückgreifen, die bei weitem nicht so gut zusammenpassen funktionieren werden, denn auch die iPads, die wir praktisch für alle Schüler der Oberstufe angeschafft haben, werden deutlich teurer beim ersetzen alle drei Jahre.
Speicherkrise hält an – wird der Nachfolger noch teurer?
Hinter den allgemeinen Preissteigerungen stecken vor allem Engpässe bei Speicherchips aufgrund des KI-Booms. Höhere Kosten für Arbeitsspeicher und SSDs setzen den Markt unter Druck. Dass die Preise deshalb bald wieder sinken, ist keineswegs sicher. So ziemlich alle Hersteller haben ihre Preise in den letzten Monaten erhöht.
Für die erste Hälfte 2027 wird bereits ein Nachfolger des MacBook Neo gehandelt. Ob Apple damit wieder an der Preisschraube dreht, bleibt offen. Der ursprünglich besonders attraktive Bildungspreis dürfte allerdings so schnell nicht zurückkommen.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple
