Für die nächste Apple-Revolution braucht es womöglich starke Oberarme.
Heute gegen 18 Uhr dürfte Apple sein erstes MacBook Pro mit OLED-Touchscreen präsentieren (iTopnews wird berichten). Damit kippt ein Prinzip, das Firmengründer Steve Jobs 2010 mit drei Worten festlegte: „Es funktioniert nicht.“
Warum Jobs den Arm fürchtete
Jobs hatte Touch-Macs testen lassen. Sein Urteil: „Es ist ergonomisch furchtbar. Nach einiger Zeit fällt dir der Arm ab.“ Wer ständig zum senkrechten Bildschirm greife, ermüde schnell. Touchflächen gehörten in die Waagerechte, deshalb setzt Apple auf Trackpads.
2026 soll der Finger gewinnen
Nun soll das neue MacBook Pro per Sensoren erkennen, ob jemand Mouse und Trackpad nutzt – oder ob sich ein Finger dem Display nähert. macOS könnte seine Bedienung entsprechend anpassen. Auch ein stabileres Scharnier ist im Gespräch, damit das Gerät bei stärkerer Berührung nicht kippt. Hat Apple 2026 die Geheimformel entdeckt, die Steve Jobs 2010 noch nicht kannte?
Der Mac-Arm bleibt ein Problem
Die Anatomie hat Apple allerdings nicht neu erfunden. Droht statt Tennisarm nun der Mac-Arm? Bloomberg-Experte Mark Gurman spöttelt: „Ziemlich verrückt, dass Apple uns im Grunde 20 Jahre lang erzählt hat, dass Laptops mit Touchscreen aus ergonomischen Gründen und wegen der Ermüdung der Arme schrecklich sind, und dass sie es morgen trotzdem tun werden – ohne das Problem, dessen Existenz sie selbst verkündet haben, auch nur im Geringsten anzugehen. So oder so bin ich total begeistert.“ Der letzte Satz dürfte ironisch gemeint sein…
Pretty wild that Apple has spent basically 20 years telling us that touch-screen laptops are horrible due to ergonomics/arm fatigue and they are going to do it anyways tomorrow — and not address the problem they proclaimed exists whatsoever. Either way I am pumped.
— Mark Gurman (@markgurman) October 28, 2026
Eine neue Idee zum Luxuspreis
Angeblich plant Apple OLED-Displays und rund 400 Dollar Aufpreis. Das 14-Zoll-Modell könnte damit bei 2.899 Dollar starten, das 16-Zoll-Gerät bei mindestens 3.399 Dollar. Ob der Touch-Mac Jobs eines Besseren belehrt hätte? Vielleicht. Ob er Käufer überzeugt, entscheidet auch der Preis.
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