Bereits am Wochenende haben wir ausführlich über ein mögliches „Crackgate“ beim iPhone Duo informiert.
Während ihr heute woanders erstmals mit dem Thema konfrontiert werdet, können wir schon einen Schritt weiter gehen auf iTopnews.de – es gibt eine neue Analyse, und diese geht den möglichen Ursachen der gemeldeten Display-Probleme im Detail auf den Grund.
WIchtige Erkenntnisse zu den gemeldeten Display-Schäden
Die Reparaturexperten von iFixit haben Apples erstes faltbares iPhone vollständig zerlegt und dabei mögliche Schwachstellen entdeckt. Besonders das Scharnier steht im Mittelpunkt der Untersuchung.
Auffälligkeiten an der Faltstelle
Wie wir bereits bei iTopnews berichtet haben, klagen einzelne Käufer über Risse und helle Linien auf dem Innendisplay. Teilweise traten die Schäden bereits wenige Stunden nach dem Auspacken auf.
iFixit hat die betroffenen Bereiche anhand von Aufnahmen, Computertomografie und einem dreidimensionalen Scharniermodell analysiert. Auffällig ist, dass mehrere Schäden an einer ähnlichen Stelle entstehen: Dort, wo unterschiedliche Stützelemente unter dem flexiblen Bildschirm zusammentreffen.
Scharnier möglicherweise beschädigt
Weitere Hinweise liefert ein Teardown-Video des YouTubers CuriousHagi. Nach Belastungstests mit Schmutz und übermäßigem Biegen ließ sich dessen iPhone Duo nicht mehr richtig schließen.
Beim anschließenden Öffnen brach offenbar ein kleines Scharnierelement. Auf der Unterseite des Displays waren mögliche Druckspuren erkennbar. Denkbar ist deshalb, dass ein beschädigtes Metallteil von innen gegen den Bildschirm drückt.
Allerdings wurde das Gerät zuvor ungewöhnlich stark beansprucht. Ob derselbe Mechanismus auch die Schäden bei normaler Nutzung verursacht, bleibt ungeklärt.
Staub gelangt in die Mechanik
Auch iFixit untersuchte, wie gut das Scharnier gegen Fremdkörper geschützt ist. Dazu verwendeten die Experten fluoreszierendes Pulver und bewegten das Gerät mehrfach.
Ein Großteil der Partikel blieb außerhalb der Elektronik. Kleinere Mengen erreichten jedoch bewegliche Scharnierteile und verursachten hörbare Reibungsgeräusche.
Das Ergebnis zeigt eine mögliche Schwachstelle. Es beweist aber nicht, dass eingedrungener Staub für die bislang gemeldeten Display-Ausfälle verantwortlich ist.
Reparierbarkeit überraschend gut
Positiv fällt das Urteil zur grundsätzlichen Reparierbarkeit aus. iFixit vergibt vorläufig fünf von zehn Punkten – den bislang höchsten Wert für ein faltbares Smartphone.
Das Außendisplay lässt sich vergleichsweise einfach entfernen. Auch die Akkus können dank elektrisch lösbarer Klebeverbindungen leichter ausgebaut werden.
Problematisch bleiben das Innendisplay und die aufwendige Scharnierkonstruktion. Ein Displaytausch außerhalb der Garantie kostet in den USA 999 Dollar.
Noch kein Hinweis auf einen Serienfehler
Die bisherigen Erkenntnisse liefern plausible Erklärungen, aber noch keinen eindeutigen Nachweis für einen Konstruktionsfehler.
Auch die Zahl der bekannten Fälle ist bislang gering. AppleInsider erkundigte sich bei sieben Apple Stores und ermittelte dort zunächst nur einen entsprechenden Schadensfall.
Für uns ist deshalb entscheidend, wie sich das Duo in den kommenden Wochen im normalen Alltag bewährt. Einzelne Defekte verdienen Aufmerksamkeit, rechtfertigen derzeit aber noch kein grundsätzlich negatives Urteil über Apples erstes Falt-iPhone.
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