Apple muss eine Rekord-Schadensersatzsumme an das kalifornische Unternehmen Taction Technology zahlen.
Die Kosten für Cupertino belaufen sich auf satte 5,7 Milliarden US-Dollar. Der Grund für das Urteil ist die Verletzung zweier Patente durch Apples hauseigene Taptic Engine, die bei Taction liegen.
Klage reicht bis ins Jahr 2021 zurück
Sie sorgt im iPhone und der Apple Watch für haptisches Feedback bei Mitteilungen, Tastendrücken und Interaktionen.
Taction hatte bereits im April 2021 Klage eingereicht und Apple vorgeworfen, von den eigenen Entwicklungen im Bereich vibrierender Wandlermodule zu profitieren.

Apple wies die Vorwürfe zurück und kündigte nun auch Berufung gegen das Urteil an. Ein Unternehmenssprecher betonte, dass sich die Taptic Engine grundlegend von Tactions Technologie unterscheide, was selbst die prozessbegleitenden Produkttests der Gegenseite bestätigt hätten.
Prozess ist voraussichtlich noch nicht zu Ende
Taction Technology – bekannt für die Integration von Audiosystemen in Gaming-Headsets wie dem Corsair HS60 – begrüßte die Entscheidung als späte Bestätigung der eigenen Schutzrechte. Da die Jury keine vorsätzliche Patentverletzung von Apple feststellte, bleibt die Strafzahlung auf die genannte Summe begrenzt.
Das Verfahren dürfte nun in nächster Instanz neu aufgerollt werden.
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