Apples neuer Chef John Ternus gibt sich großzügig und setzt eine Regelung aus der Zeit von Tim Cook fort.
Die meisten Beschäftigten von Apple USA erhalten in der Thanksgiving-Woche zusätzlich von Montag bis Mittwoch frei. Zusammen mit den üblichen freien Tagen am Donnerstag und Freitag ergibt sich laut US-Blogger Mark Gurman, der offenbar interne Mails einsehen konnte, eine ganze Woche Pause.
Ausgleich für andere Teams
Ternus begründet die zusätzlichen Tage in einer internen E-Mail mit der „harten Arbeit der Belegschaft2. Mitarbeiter in den Apple Stores und bei AppleCare, die sich weiter um Kunden kümmern, können die drei Tage später nehmen.
Das gilt auch für internationale Teams. Die Regelung betrifft also mehr Beschäftigte als nur jene, die in den USA Ende November eine Woche frei haben. Dass Ternus auf Kontinuität setzt, passt zum gut geplanten Übergang an der Konzernspitze.
Eine Geste mit praktischem Wert
Tim Cook hatte eine solche Thanksgiving-Pause bereits 2011 eingeführt. Ternus führt sie nun in seiner ersten Amtszeit fort.
In den USA gibt es auf Bundesebene keinen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Urlaub. Arbeitgeber legen ihn meist selbst fest. Beschäftigte in der Privatwirtschaft mit Urlaubsanspruch erhalten nach einem Jahr im Schnitt elf Tage, nach fünf Jahren 16 Tage. Manche bekommen gar keinen bezahlten Urlaub.
In Deutschland haben Beschäftigte mehr gesetzlichen Urlaub
In Deutschland stehen Arbeitnehmern bei einer Fünftagewoche gesetzlich mindestens 20 bezahlte Urlaubstage pro Jahr zu. Viele Arbeitsverträge sehen mehr vor.
Der Unterschied ist also schon beim Mindestanspruch groß: In Deutschland sind vier Wochen gesichert, in den USA hängt bezahlter Urlaub weitgehend vom Arbeitgeber ab. Feiertage kommen jeweils gesondert hinzu.
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