Rabbit verabschiedet sich vom seiner R1-Hardware und bringt einen KI-Agenten auf Messenger und Mac.
Rabbit verlagert seinen Schwerpunkt von eigener Hardware auf Software. Mit OS3 startet eine Plattform, die Aufgaben nicht nur beantworten, sondern direkt auf verbundenen Computern erledigen soll – als Alternative zu Siri AI.
Vom KI-Gadget zur Software für Mac, Windows und Linux
OS3 verbindet Windows-, Linux- oder Macs über einen lokalen Agenten mit Rabbits KI. Dieser kann auf Dateien, Programme und Webseiten zugreifen. Per DLAM soll OS3 außerdem Software bedienen sowie Code schreiben und debuggen können.
Erreichbar ist OS3 über den Browser, Telegram oder iMessage. Bis zu fünf Rechner lassen sich mit einem Konto verbinden. Das System soll selbst erkennen, auf welchem Computer eine Aufgabe erledigt werden muss.
Keine Abo-Gebühr – aber eigene KI-Schlüssel nötig
Eine monatliche OS3-Gebühr verlangt Rabbit nicht. Stattdessen setzt das Unternehmen auf „Bring your own Key“: Ihr hinterlegt etwa einen API-Schlüssel von OpenAI oder Anthropic und bezahlt die dort tatsächlich anfallende Nutzung. Auch lokale Modelle lassen sich anbinden.
OS3 unterstützt zudem Skills anderer Agenten-Systeme. Laut Rabbit bleiben lokale Dateien grundsätzlich auf eurem Rechner. Gesprächsverläufe und Memory-Daten werden allerdings auf Rabbit-Servern gespeichert, benötigte Prompts anschließend an den gewählten KI-Anbieter weitergeleitet.
R1 läuft aus: Die Hardware verschwindet
Der bekannte orangefarbene Rabbit R1 wird nicht mehr produziert und nur noch verkauft, solange Vorräte vorhanden sind. Einen R2 soll es nicht geben. Ganz ohne Hardware geht es aber nicht weiter: Innerhalb der kommenden Monate plant Rabbit ein neues „Cyberdeck“ für sogenanntes Vibe Coding mit OS3.
Rabbit gibt an, inzwischen mehr als 100.000 R1 ausgeliefert zu haben. Trotz früher Kritik spricht CEO Jesse Lyu von einem geschäftlichen Erfolg. Nach finanziellen Problemen und ausstehenden Mitarbeiterzahlungen soll zusätzliches Kapital inzwischen für Stabilität sorgen. Ob OS3 als Software erfolgreicher wird als der R1?
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