Ein uralter Fehler in Spotlight, durch den nicht alle Dateien gefunden wurden, ist jetzt endlich behoben.
Spotlight ist eine dieser Funktionen, die auf dem Mac einfach zuverlässig funktionieren müssen. Umso nerviger war ein Bug, durch den bestimmte Textdateien über ihren Inhalt nicht gefunden wurden, obwohl sie vorhanden waren .
Bestimmte Textdateien waren für Spotlight praktisch unsichtbar
Apple hat den Fehler mit macOS 27 Golden Gate behoben. Der Bug ist erstmals mit macOS Mojave aufgetaucht und zog sich damit durch mehrere große Systemgenerationen. Mojave war am 24. September 2018 erschienen. Nach acht Jahren jetzt endlich die Fehlerbehebung.
Betroffen waren reine Textdateien, deren Inhalt mit bestimmten Zeichenfolgen begann. Genannt werden unter anderem „LG“, „HPA“ und „Draw“. Der Dateiname selbst konnte erfasst werden, der eigentliche Textinhalt landete aber nicht korrekt im Spotlight-Index.

Die Magic-Datenbank brachte Spotlight durcheinander
Kurios: macOS erkannte die Dateien zunächst korrekt als einfachen Text. Danach prüfte Spotlight den Anfang der Datei offenbar zusätzlich mit einer Logik ähnlich dem Unix-Befehl file(1) und dessen Magic-Datenbank.
Begann eine Datei etwa mit „Draw“, konnte sie fälschlich als altes RISC-OS-Draw-Format eingeordnet werden. Spotlight brach die weitere Inhaltserfassung dann mit einem Fehler ab – für euch sah es einfach so aus, als wäre die Datei nicht da.
Golden Gate 27.0 findet die Testdateien wieder
In Tests mit Golden Gate 27.0 wurden die problematischen Dateien nun wieder gefunden. Auch Dateien mit „HPA“ oder „Draw“ am Anfang tauchten korrekt auf, während macOS Tahoe 26.6.2 diese Testdateien weiterhin nicht über den Inhalt fand.
Ganz verschwunden ist das technische Problem aber nicht: Die Magic-Datenbank erkennt „Draw“ laut dem Bericht weiter falsch. Entscheidend ist nur, dass Spotlight daraus nicht mehr den falschen Schluss zieht. Aus Nutzersicht ist das die gute Nachricht, wenn auch die Wenigsten von uns davon betroffen gewesen sein dürften.
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