Apple will in der Klage um angebliche Geschäftsgeheimnisse schneller an Beweise kommen.
Der Streit zwischen Apple, OpenAI und io Products wird schärfer. Apple hat vor Gericht auf die Einwände gegen eine beschleunigte Beweisaufnahme reagiert und macht klar: Aus Apples Sicht zählt jetzt vor allem Tempo.
Apple will frühe Beweise statt langer Prozesse
Konkret geht es um Unterlagen, Nachrichten, forensische Abbilder von Geräten und Accounts sowie Aussagen zentraler Zeugen. Apple möchte diese Punkte nicht erst im normalen Verfahren abarbeiten lassen.
Laut Gerichtsunterlagen fordert Apple in Teilen Antworten binnen 30 Tagen, dazu eine Unternehmensbefragung von OpenAI binnen 50 Tagen. Der Konzern sieht sonst die Gefahr, dass wichtige Spuren verwischen.

OpenAI hält Apples Vorstoß für zu breit
OpenAI und die weiteren Beklagten sehen das anders. Sie nennen Apples Antrag unnötig, weil sich vieles ohnehin mit der regulären Beweisaufnahme überschneiden würde – außerdem sei der Umfang zu breit und belastend.
In der Gegenwehr klingt auch ein anderer Vorwurf an: Apple wolle zu viel über OpenAIs Produktpläne erfahren. OpenAI beschreibt den Fall zudem als Versuch, den Wechsel ehemaliger Apple-Mitarbeiter auszubremsen.
Apple will schnell Ergebnisse sehen
Apple weist das zurück und schränkt seine Dokumenten-Anfragen nun auf den Zeitraum ab 1. August 2023 ein. Das liegt laut Einreichung rund sechs Monate vor dem Wechsel von Tang Yew Tan zu OpenAI.
Der Kern bleibt aber gleich: Apple fürchtet, dass angebliche Hardware-Geheimnisse weiter genutzt werden könnten, während OpenAI an eigener Hardware arbeitet. Eine Anhörung ist für den 1. Oktober angesetzt. Wir halten euch auf dem aktuellen Stand.
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