macOS soll Speicher bei Bedarf freigeben – Ein Test zeigt jetzt: Das klappt leider nicht immer.
Löschbaren Speicher haben viele von uns vielleicht noch nie gehört: macOS behält Dateien vor, die das System bei Speichermangel automatisch entfernen kann. Gerade bei Time-Machine-Schnappschüssen scheint das unter macOS Tahoe aber nicht immer sauber zu laufen.
Time Machine räumt auf – nur offenbar nicht immer
Auf dem Mac betrifft das vor allem APFS-Schnappschüsse. Sie halten den Zustand eines Volumes fest, etwa für Backups mit Time Machine. Eigentlich kann macOS solche Daten löschen, wenn neuer Platz gebraucht wird.
Das Verhalten wurde in einem Test nachgestellt. Dafür nutzte er einen 100-GB-APFS-Container mit zwei Volumes, füllte eines davon mit rund 95 GB Daten und erstellte anschließend per Terminalbefehl einen Schnappschuss.
macOS Tahoe: Löschbarer Speicher funktioniert nicht immer
Nach dem Löschen der großen Dateien sollte der belegte Speicher als löschbar auftauchen. Genau das passierte aber nicht immer: Teilweise zeigte macOS weiterhin nur rund 5 GB freien Speicher an, obwohl die Daten eigentlich freigegeben werden könnten.
Besonders kurios wurde es beim Kopieren einer 12 GB großen Datei. In manchen Durchläufen meldete macOS zu wenig Speicherplatz, statt den Schnappschuss wie erwartet zu entfernen. Der löschbare Speicher war also da – wurde aber nicht wie erwartet gelöscht.
Finder und Systemeinstellungen helfen kaum weiter
Noch verwirrender: Finder und Speicheranzeige in den Systemeinstellungen zeigen den löschbaren Bereich nicht sinnvoll an. Am ehesten liefert noch das Festplattendienstprogramm passende Hinweise, aber selbst dort ist die Darstellung nicht immer eindeutig.
Neu ist das Problem offenbar nicht. Unter macOS Tahoe ist die Lage aber eher schlechter als besser geworden. Für Apple gibt das Anlass schnell nachzubessern.
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