OpenAI bringt zwei neue Mac-Funktionen nach Europa, um ChatGPT tiefer ins System zu integrieren.
OpenAI will ChatGPT auf dem Mac deutlich produktiver, intuitiver und persönlicher machen. Die KI soll Zugriff auf Nachrichten, Kalender und vergangene Arbeitsschritte erhalten, um in der Rolle des persönlichen Assistenten produktiver zu sein.
ChatGPT kann jetzt iMessages suchen und verschicken
Neu ist ein Apple-Messages-Plugin für die ChatGPT-Desktop-App auf macOS. Damit kann ChatGPT in ChatGPT Work und Codex iMessage-, SMS- und RCS-Chats auf eurem Mac lesen, durchsuchen, zusammenfassen und Antworten vorbereiten.
OpenAI nennt Beispiele wie: verpasste Nachrichten finden, passende Antworten formulieren oder Nachrichten mit Terminvorschlägen schreiben. Vor dem Versand müsst ihr die Nachricht und die Empfänger standardmäßig noch bestätigen.

Einmal freigegeben kann Kontrollverlust bedeuten
Kritisch wird es bei der Option, künftige Nachrichten in einem Chat dauerhaft freizugeben. Dann entfällt die letzte Kontrolle, bevor ChatGPT eine Nachricht in eurem Namen abschickt. Hier solltet ihr aus unserer Sicht sehr vorsichtig sein.
OpenAI erklärt zudem, dass das Plugin nur auf dem Mac läuft, nur in der Apple-Silicon-Version enthalten ist und nicht in normalen ChatGPT-Chats funktioniert. Für die Nutzung müssen macOS-Berechtigungen erteilt werden, bevor ChatGPT auf Nachrichten zugreifen darf.
Computer History jetzt auch in Europa
Parallel startet Computer History nun auch im Europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz und in Großbritannien. Die Funktion ist für ChatGPT Pro, Business und Enterprise in der macOS-App gedacht, standardmäßig ausgeschaltet und benötigt aktivierte Memories.
Computer History erfasst keine Screenshots und keinen Ton. Stattdessen nutzt die Funktion Ereignisse wie Klicks, Tastatureingaben, App-Wechsel und Kontext über macOS-Barrierefreiheitsfunktionen. Daraus entstehen eine Zeitleiste und lokale Erinnerungen. ChatGPT kann also jederzeit eure letzten Schritte einsehen und euch viel besser auf Fragen – etwa auf „Was habe ich falsch gemacht?“ – antworten.
Die Rohdaten sollen bis zu 48 Stunden lokal gespeichert und danach gelöscht werden. Die erzeugten Erinnerungen liegen aber als unverschlüsselte Markdown-Dateien auf dem Rechner, bis ihr sie löscht.
Bedenkt immer: Liest die KI mit, habt ihr keine Kontrolle darüber, was mit euren Daten geschieht.
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