Apple und die EU-Kommission haben ihren Streit über zentrale Vorgaben für den App Store in Europa beigelegt.
Die Änderungen betreffen vor allem alternative Vertriebswege und Bezahlmöglichkeiten für digitale Inhalte. Nun sollen die neuen Regeln zum 1. Oktober 2026 in Kraft treten.
Mehr Freiheit für Entwickler
Entwickler können Apps außerhalb des App Stores vertreiben und Nutzer auf alternative Bezahlmöglichkeiten führen. Apple vereinfacht zugleich sein bisher komplexes Gebührenmodell. Damit reagiert der Konzern auf die Vorgaben des Digital Markets Act und die Kritik der EU-Kommission.
Apple verlangt weiterhin Provisionen
Kostenlos wird der alternative Vertrieb allerdings nicht. Bei Apps, die außerhalb des App Stores angeboten werden, verlangt Apple künftig 5 Prozent Provision auf Verkäufe digitaler Güter und Dienste.
Werden Apps weiterhin über den App Store vertrieben, nutzen aber ein alternatives Bezahlsystem, werden 20 Prozent fällig. Für Teilnehmer am App Store Small Business Program sowie bestimmte Abonnements reduziert sich diese Provision auf 10 Prozent.
Die bisherigen komplizierteren Einzelgebühren sollen damit entfallen. Dazu gehören insbesondere die bisherigen Gebühren für die erstmalige Kundengewinnung und Store-Dienste. Auch das bisherige Modell der Core Technology Fee wird durch die neue Struktur ersetzt.
EU überwacht die Umsetzung
Die EU-Kommission begrüßt die Änderungen und will deren praktische Umsetzung beobachten. Apple hatte wegen Verstößen gegen den DMA bereits eine Geldstrafe von 500 Millionen Euro erhalten. Sollten die neuen Bedingungen den Wettbewerb erneut unzulässig beschränken, könnte Brüssel weitere Schritte einleiten.
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