Apples strenge App-Kontrolle zeigt offenbar immer größere Lücken.
Im britischen App Store waren laut The Independent erneut mehrere KI-Apps erhältlich, die echte Fotos „entkleiden“ und daraus sexualisierte Deepfakes erstellen konnten.
Besonders drastisch: Eine App bot sogar Szenarien sexueller Gewalt an. Nach einem Hinweis entfernte Apple sie.
Erst geprüft, dann verändert?
Apple erklärte, einige beanstandete Apps hätten problematische Funktionen erst nach der ursprünglichen Prüfung hinzugefügt.
Die App-Store-Regeln verbieten ausdrücklich pornografische und „offenkundig sexuelle“ Inhalte.
Kein Einzelfall
Schon Anfang 2026 hatte das Tech Transparency Project 47 sogenannte „Nudify“-Apps im US-App-Store entdeckt.
Einige davon waren laut „Independent“ auch in Großbritannien verfügbar.
Apple doesn’t even seem to be trying with App Store Review. Users should not be the ones who find problem apps, but over and over, that is what is happening. By @WGallagher
— AppleInsider (@appleinsider) August 13, 2026
Harsche Kritik an Apple
Die britische Abgeordnete Jess Asato warnt, Frauen und Kinder würden „verletzt, missbraucht und geschädigt“.
Dass manche KI-Dienste solche Funktionen zulassen, sei „kein Unfall. Es ist eine Entscheidung, und wir brauchen Verantwortlichkeit“.
„Die App-Store-Prüfung funktioniert nicht“
Auch Ofcom untersucht KI-Porno-Angebote. Die App Stores selbst kann die Behörde derzeit allerdings nicht regulieren.
Für Apple bleibt damit die unangenehme Frage, wie zuverlässig der viel beworbene App-Review-Prozess tatsächlich noch funktioniert. AppleInsider schreibt mit Blick aufs KI-Zeitalter düster: „Die App-Store-Prüfung funktioniert nicht – gerade jetzt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.“
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Freepik/Magnific

