Geheime Apple-Dateien blieben teils jahrelang ohne Befugnis erreichbar.
Apple hat(te) offenbar eine peinliche Sicherheitslücke im Umgang mit iCloud-Konten. Ehemalige Mitarbeiter konnten laut The Information noch lange nach ihrem Ausscheiden auf vertrauliche Dokumente zugreifen.
Dazu gehörten sogar Planungsunterlagen für Produktvorstellungen. Teilweise erhielten sie weiterhin Benachrichtigungen über Änderungen.
Privates und Berufliches vermischt
Grund ist Apples Praxis, private Apple-Accounts mit dem geschäftlichen iCloud-Speicher zu kombinieren. Viele Mitarbeiter wählen diese Lösung, um nicht zwei iPhones oder getrennte Konten nutzen zu müssen.
Nicht alle Dateien landen jedoch im geschützten Firmenordner, dessen Zugriff nach dem Ausscheiden automatisch endet.
Verbindung zur OpenAI-Klage?
Apple betont, dass der Fall nichts mit der Klage gegen OpenAI zu tun habe. Wörtlich heißt es: „In diesem Fall geht es darum, dass OpenAI-Mitarbeiter Apples geheime und vertrauliche Informationen über unveröffentlichte Technologien, Prozesse und Produkte unrechtmäßig entwendet haben. Nichts in der Klageschrift bezieht sich auf Dokumente, die über iCloud geteilt oder dort gespeichert wurden.“
Apple’s iCloud File Sharing Left Ex-Employees With Access to Secret Documents https://t.co/VyCGYgWOvE pic.twitter.com/MnGNgp9FGG
— MacRumors.com (@MacRumors) August 3, 2026
Weitere Streitfälle bekannt
Frühere Mitarbeiter kritisieren zudem, Apple entferne sensible Dateien nicht konsequent von privaten Geräten.
Mehrere Gerichtsverfahren gegen Ex-Beschäftigte wegen angeblich mitgenommener Firmendaten sorgten bereits für Schlagzeilen.
Datenschutz mit Schönheitsfehler
The Information unterstellt Apple keine Absicht. Dennoch wirkt die Praxis widersprüchlich: Ausgerechnet der Konzern, der Datenschutz und Sicherheit seit Jahren zum Markenzeichen macht, ließ vertrauliche Dokumente offenbar unnötig lange erreichbar.
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