Im heutigen iTopnews History blicken wir auf Apples ersten Computer mit vielen Geschichten zurück.
Der Mega-Konzern Apple – heute eines der wertvollsten Unternehmen der Welt – musste wie jede andere Firma auch irgendwann starten. Dieser Start ist jetzt 50 Jahre her und das erste Produkt ist der Apple I (Apple „Eins“ – so hieß der Computer schon damals). Es ist die Geschichte des amerikanischen Traums: Ein von zwei jungen Genies in der Garage zusammengebautes Gerät ist der Grundstein eines gigantischen Erfolgs.
Vom Homebrew Computer Club über den Byte-Shop bis zum Holzgehäuse: Alles am Apple I ist legendär. Dabei war er lange kein Erfolg, sonder eher ein erster Gehversuch – erst mit dem Apple II begann die wahre Erfolgsgeschichte von Apple.
Homebrew Computer Club: Wie Computer 1976 aussahen
Vor 50 Jahren gab es noch keine fertigen Computer zu kaufen, wie wir es heute kennen. Aus gigantischen Maschinen, die ganze Räume füllen, wurden immer kleinere Versionen entwickelt, bis die Mainboards auf einen Schreibtisch passten. Es gab immer mehr Technik-Begeisterte und Hobby-Tüftler, die aus Platinen, Tastaturen und Monitoren ihre eigenen Computer zusammenlöteten.
Der Homebrew Computer Club in San Francisco war ein Mekka für solche Computer-Nerds, die in regelmäßig stattfindenden Treffen ihre neuesten Geräte präsentieren konnten. Im Juli 1976, also vor 50 Jahren, kamen Steve Jobs und Steve Wozniak in den Homebrew Club, um ihren Prototypen vom Apple I vorzustellen. Das Besondere: Video-Ausgabe und Tastatur-Anschluss waren bereits verbaut, sodass man den Computer einfacher in Betrieb nehmen konnte. Man musste nur noch einen Monitor (meistens Fernseher), eine Tastatur und Strom anschließen.

Der Byte-Shop-Deal: 666,66 Dollar für einen Apple I
Einen Computer mit eigenem Betriebssystem von Grund auf neu zu entwickeln ist eine Meisterleistung. Steve Wozniak hatte aufgrund von Geldmangel nur Zugriff auf günstige Bauteile, aus denen er durch eine geschickte Planung und Programmierung das Beste herausholte. Der Apple I war also ziemlich effizient, auch wenn er kein Leistungs-Wunder war.
Steve Jobs und Wozniak löteten die Mainboards in Jobs Elternhaus und Garage zusammen und verkauften diese zu einem Preis von 666,66 Dollar (heute etwa 4.500 Euro). Der legendäre Preis kam übrigens zustande, weil Woz einfach Zahlenfolgen mochte. Jobs versuchte, die Computer an den Mann zu bringen und handelte einen Deal mit dem Byte-Shop aus, einem frühen Computerladen. Dieser bestellte 50 Apple I zu einem Preis von je 500 Dollar. Dieser Deal ermöglichte die Entwicklung des Apple II und legte den Grundstein für den Erfolg von Apple.

So viel ist der Apple I heute wert
Schon beim Apple I waren die späteren Grundsätze von Apple erkennbar: Aus bescheidener Hardware die beste Leistung holen, Produkte bauen, die für Menschen möglichst einfach zu bedienen sind und auf eigene Software setzen. Die heute so berühmten Holzgehäuse für den Apple I bauten Jobs und Wozniak übrigens nicht selbst – der Apple I kam nur als nackte Platine.
Heute ist der Apple I das teuerste Apple-Produkt überhaupt: Da nur etwa 200 Stück produziert wurden und das Gerät einen unfassbaren historischen Wert hat, werden gerade noch funktionierende Apple I zu irren Preisen gehandelt. Erst im Januar 2026 wurde ein Apple I für 2,75 Millionen Dollar verkauft. Unser Traum wäre es, einen alten Apple I auf einem Dachboden oder Flohmarkt zu finden, das ist in Deutschland aber quasi ausgeschlossen.
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