Trump droht Europa mit 100-Prozent-Zöllen – während Apple RAM ausgerechnet aus China braucht.
Apple gerät gerade an zwei Fronten in die große Handelspolitik. Einerseits droht Trump Ländern mit neuen Strafzöllen wegen Digitalsteuern. Andererseits soll Apple selbst in Washington um mehr Spielraum bei chinesischen Speicherchips werben.
Trump macht Digitalsteuern zum Zoll-Hebel
Wie Reuters berichtet droht Trump jedem Land mit einem 100-Prozent-Zoll auf alle Waren, wenn dort eine Digitalsteuer auf US-Firmen eingeführt wird. Das soll sogar bestehende Handelsabkommen überstimmen – eine ziemlich klare Ansage.
Gemeint sind vor allem Abgaben auf Umsätze mit digitaler Werbung, Plattformen und Online-Marktplätzen. Frankreich verlangt schon seit 2019 drei Prozent, diskutiert aber offenbar sogar über sechs Prozent. Für US-Tech-Konzerne wie Apple, Microsoft, Alphabet, Meta, X und Co. wäre das teuer.

Apple braucht Speicher – alle Wege führen nach China
Parallel dazu soll Apple bei der Trump-Regierung um grünes Licht für Speicherchips von CXMT werben, wie die Financial Times berichtet. Der chinesische Anbieter steht auf einer Pentagon-Liste, ist für Apple aber offenbar interessant, weil RAM und Speicher gerade massiv teurer werden.
Das trifft schon jetzt Produkte wie Mac und iPad. Tim Cook musste erst schmerzhafte Preiserhöhungen durchsetzen. Apple sucht nun wohl nach Entlastung – politisch ist das aber heikel.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: iTopnews
