Ein schwerer Cyberangriff auf den indischen Apple-Zulieferer Tata Electronics hat zu einem massiven Datenleck geführt.
Davon sind auch sensible Geschäftsgeheimnisse von Apple und Tesla betroffen. Die Erpressergruppe World Leaks hat auf dem Darknet über 200.000 vertrauliche Dateien mit einem Gesamtvolumen von mehr als 630 Gigabyte veröffentlicht.
Tata betont: Geschäft nicht weiter bedroht
Obwohl Tata den Vorfall bestätigte, betonte das Unternehmen auch, dass die Notfallprotokolle sofort griffen und der laufende Geschäftsbetrieb zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war.

Unter den geleakten Dokumenten befinden sich hunderte Dateien mit geschützten Apple-Kennzeichnungen, darunter präzise Materialspezifikationen sowie ein 52-seitiges Handbuch zu Qualitätsprüfungsstandards für iPhone-Platinen.
Neben Geschäftsdaten erbeuteten die Hacker auch jahrelange Systemprotokolle und Passkopien von Mitarbeitern. Zudem verweisen Dokumente direkt auf Zustände im Tata-Werk in Hosur – jener Standort, der erst kürzlich wegen mutmaßlicher Grundwasserverunreinigungen in der Kritik stand.
Ebenso brisant sind die abgeflossenen Daten des E-Autobauers Tesla, der ebenfalls von Tata beliefert wird: Die Datensätze enthalten Konstruktionszeichnungen für das 2023 überarbeitete Model 3 (Projekt „Highland“), Montageanleitungen aus dem Jahr 2025 sowie technische Spezifikationen zu Komponenten des Model Y.
Apple analysiert den Vorfall intern
Während die Hacker-Gruppe, die bereits im Januar 2026 durch eine Attacke auf Nike von sich reden machte, Lösegeld fordert, läuft bei Apple im Hintergrund eine umfassende Analyse des Vorfalls.
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