Was viele Apple-Fans nicht wissen: Steve Jobs, der legendäre Gründer des Konzerns, hatte eine Akte beim FBI.
Und: Sie ist schon seit 2012 öffentlich einsehbar, was bislang nicht wirklich bekannt war. Doch schon damals hat der Guardian sie durchforstet. Die US-Bundesbehörde legte die Akte schon 1991 an – nicht aufgrund krimineller Aktivitäten an, sondern im Rahmen einer Sicherheitsüberprüfung.
Jobs sollte Teil des Exportrats von Bush werden
Damals wurde Jobs für den Exportrat des US-Präsidenten George H. W. Bush nominiert. Die Agenten befragten rund 30 Personen aus seinem Umfeld zu seinem Charakter, seinen Finanzen und möglichem Substanzmissbrauch.

Die Zeugnisse zeichneten ein ambivalentes Bild: Neben Lob für seinen Fleiß und Ehrgeiz äußerten Wegbegleiter Zweifel an seiner Aufrichtigkeit und beschrieben ihn als gefühllos in persönlichen Beziehungen.
Viele Aussagen untermauerten das berüchtigte „Reality Distortion Field“ – seine Fähigkeit, die Realität zu verzerren und Menschen von fast allem zu überzeugen. Die Dokumente enthüllen zudem brisante Details, wie eine versuchte Erpressung im Jahr 1985, bei der Apple mit vermeintlichen Sprengsätzen in Wohnungen konfrontiert und eine Million Dollar Lösegeld gefordert wurde, was sich letztlich als Täuschung herausstellte.
Apple-CEO war gelassen gegenüber dem FBI
Jobs selbst gab sich gegenüber den Ermittlern gelassen, verneinte jegliche Erpressbarkeit oder staatsfeindliche Gesinnung und bestätigte, seit fünf Jahren drogenfrei zu leben – was seine bekannte Jugendphase mit Marihuana und LSD einrahmte.
Nachbarn beschrieben ihn wiederum als unkomplizierten, joggenden Anwohner, der seine Haustür oft unverschlossen ließ und sich rücksichtsvoll nach dem Wohlbefinden der Anwohner erkundigte. Jobs „überstand“ die Überprüfung und wurde Mitglied des Beratungsgremiums, das es seit letztem Jahr übrigens nicht mehr gibt…
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple
