Apple hat für den App Store eine neue Entdeckungsfunktion namens „Personalisierte Sammlungen“ eingeführt.
Sie liefert euch maßgeschneiderte App-Empfehlungen auf Basis eurer individuellen Interessen und ihres Verhaltens. Während das Unternehmen das Feature auf der WWDC als Vorteil für Entwickler anpreist, formiert sich aus Datenschutzsicht bereits deutlicher Widerstand.
App Store: Sicherheitsforscher schlagen Alarm
IT-Sicherheitsforscher von Mysk warnen vorm Ausmaß der Datenerfassung im Hintergrund. Ihren Analysen zufolge protokolliert Apple im App Store buchstäblich jede einzelne Bildschirmberührung und jeden Tastendruck in Echtzeit.

Anhand der übertragenen, detaillierten Protokolle lässt sich laut den Experten sogar die individuelle Tippgeschwindigkeit der Anwender präzise berechnen. Als Beleg veröffentlichte das Team den Mitschnitt eines Datenstroms, der bei der Suche nach dem Begriff „Tim Cook“ an die Apple-Server übermittelt wurde.
Minutengenaue Analysen des Verhaltens
Er enthält statt Suchergebnisse eine Kette minutengenauer Interaktions-Analysen. Die Forscher kritisieren insbesondere, dass sich diese Protokollierung in der App-Store-Oberfläche nicht deaktivieren lässt. Nutzer haben zudem mangels alternativer Download-Quellen auf dem iPhone keine Ausweichmöglichkeit.
Wer überprüfen möchte, welche Protokolle das eigene Verhalten betreffen, kann diese Datensätze selbst einsehen, da die erfassten Analysen laut Mysk regulärer Bestandteil der persönlichen Datenkopie sind, die jeder Nutzer über Apples offizielles Datenschutzportal anfordern kann.
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