Aus für Apples teure Datenbrille: Die Zukunft trägt normale Gläser.
Kurz vor seinem Amtsantritt als neuer Apple-Chef hat John Ternus offenbar einen radikalen Kurswechsel abgesegnet.
Nach Informationen des renommierten Apple-Analysten Ming-Chi Kuo werden die Pläne für eine Vision Pro 2 sowie eine leichtere „Vision Air“ nicht weiterverfolgt.
Stattdessen konzentriert sich Apple auf intelligente Brillen mit deutlich größerem Massenmarkt-Potenzial.
Nur noch zwei Projekte übrig
Noch vor einem Jahr soll Apple an sieben Produkten rund um visionOS und smarte Brillen gearbeitet haben.
Laut Kuo sind davon heute nur noch zwei Projekte relevant: eine KI-Brille ohne Display als Konkurrenz zu den Ray-Ban-Meta-Brillen sowie eine AR-Brille mit eingeblendeten Informationen im Sichtfeld.
Kuo hält den Strategiewechsel für richtig: „Ich denke, die Streichung der Vision-Pro-Linie war die richtige Entscheidung, da Apple seine Ressourcen auf Smart Glasses mit größerem Massenmarkt-Potenzial verlagert.“
KI-Brille für 2027 geplant
Die erste dieser neuen Brillen soll bereits 2027 erscheinen. Sie setzt auf künstliche Intelligenz, verzichtet aber auf ein Display.
John Ternus scaled back Apple’s Vision products roadmap: report https://t.co/e0C7w3Uwwf by @iryantldr
— 9to5Mac (@9to5mac) June 3, 2026
Die technisch deutlich anspruchsvollere AR-Brille mit sogenannten optischen Wellenleitern wird laut Kuo frühestens 2029 erwartet.
Uneinigkeit über Vision Pro
Ganz abgeschrieben ist die Vision-Pro-Familie möglicherweise noch nicht. Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet von einer getesteten Vision Pro 2, bezeichnet die gesamte Produktkategorie jedoch als „auf Eis gelegt“.
Zudem soll Apple weiterhin an einer günstigeren und leichteren Vision Pro arbeiten. Ein Marktstart wäre aber wohl nicht vor Ende 2028 oder 2029 möglich.
John Ternus übernimmt am 1. September 2026 den Chefposten von Tim Cook, der als Executive Chairman an Bord bleibt.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? KI-Foto: Jörg Heinrich / iTopnews

