GoPro befindet sich in einer Existenzkrise und hat Investoren offiziell vor einer drohenden Insolvenz gewarnt.
Zu diesem drastischen Schritt ist das kalifornische Unternehmen aufgrund der US-Wertpapiergesetze verpflichtet, um Anleger rechtzeitig über erhebliche Zweifel am Fortbestand der Firma zu informieren.
Umsatzeinbruch: RAM-Krise als Auslöser
Ausgelöst wurde die Schräglage durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren: Neben einem Umsatzeinbruch von 26 Prozent im vergangenen Quartal leidet GoPro extrem unter der weltweiten Halbleiterkrise.
Der aktuelle KI-Boom veranlasst Chip-Herstelle wie Nvidia dazu, ihre Produktionskapazitäten auf margenstarke High-Bandwidth-Speicher für Rechenzentren zu verlagern, was die Preise für den von GoPro benötigten Standard-DRAM-Speicher teils verdoppelt hat.
Sanierungsmaßnahmen werden geplant
Da der Hersteller nicht die Verhandlungsmacht von Großabnehmern besitzt, stürzte die Aktie nach Bekanntgabe der Nachricht um 14 Prozent. Um den drohenden Bankrott abzuwenden und Kreditverpflichtungen künftig bedienen zu können, prüft das Management derzeit radikale Sanierungsmaßnahmen.
Neben einem potenziellen Firmenverkauf oder einer Fusion steht eine massive Entlassungswelle im Raum, der rund 23 Prozent der Belegschaft zum Opfer fallen sollen. Zudem wägt das Unternehmen eine Umstrukturierung ab.
Wann diese Pläne umgesetzt werden und ob dies schnell genug passiert, werden die nächsten Monate zeigen.
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