Apple arbeitet an Verschlüsselungs-Verfahren zum Schutz vor zukünftigen Quantencomputer-Angriffen.
Dabei wird auf mathematische Beweise gesetzt, nachdem Softwaretests kritische Fehler im System übersehen hatten. Neueste Quellcode-Veröffentlichungen zeigen, wie der Konzern Teile seines Post-Quanten-Kryptografie-Stacks verifiziert hat.
Apple überarbeitet seine Verschlüsselungs-Bibliothek
Hauptaugenmerk lag und liegt dabei auf „corecrypto“, Apples zentraler kryptografischer Bibliothek, die als sicherheitstechnisches Fundament für iPhone, iPad und Mac dient und nun schrittweise gegen die potenziellen Entschlüsselungsfähigkeiten künftiger Quantencomputer abgesichert wird.
Um absolute Fehlerfreiheit zu garantieren, entwickelte Apple ein maßgeschneidertes formales Verifikationssystem, das die Post-Quanten-Implementierungen mit den offiziellen Spezifikationen des US-Instituts NIST abgleicht.
Durch dessen Einsatz konnten die Ingenieure Fehler aufdecken, die bei herkömmlichen Testläufen unbemerkt geblieben wären – darunter ein fehlender Schritt bei einer Implementierung, der in seltenen Fällen zu fehlerhaften kryptografischen Ergebnissen geführt hätte, ohne Systemabstürze oder Warnmeldungen auszulösen.
Apple weitet „Quantenresistenz“ aus
Während Schutzmechanismen gegen Quantencomputer-Hacks in iMessage bereits integriert sind, weitet Apple die Technologie nun auf VPN-Dienste, TLS-Netzwerkverbindungen und Entwickler-Schnittstellen wie CryptoKit aus, um die Infrastruktur langfristig gegen Bedrohungsszenarien abzuriegeln.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

