Die Sammelklage gegen Amazon könnte verloren gehen – doch die Verbraucherschützer wollen weiterkämpfen.
Wer Prime Video auf dem Apple TV schaut, kennt das Problem: Amazon zeigt seit 2024 Werbung im bezahlten Streaming-Abo. Dagegen läuft eine große Sammelklage – und die steht nun vor einem herben Dämpfer.
Gericht zweifelt – Urteil fällt erst im Juli
Die Sammelklage der Verbraucherzentrale Sachsen gegen Amazon droht in erster Instanz zu scheitern. Bei der Verhandlung habe das Bayerische Oberste Landesgericht deutliche Zweifel an der Zulässigkeit erkennen lassen.
Ein Urteil soll erst am 17. Juli 2026 fallen, wie die Verbraucherzentrale mitteilt. Laut Gericht sei unter anderem offen, ob Amazon seinen Prime-Kunden in den Nutzungsbedingungen wirklich Werbefreiheit zugesichert hatte.

Verbraucherschützer wollen notfalls zum BGH
Die Verbraucherzentrale Sachsen will den Fall aber nicht aufgeben. Sollte das Urteil negativ ausfallen, würden sie den Streit bis zum Bundesgerichtshof tragen. Mit einer endgültigen Klärung wird erst im Laufe des Jahres 2027 gerechnet.
Im Kern geht es um die Einführung von Werbung bei Prime Video im Februar 2024. Wer weiter ohne Werbeunterbrechungen streamen wollte, musste zusätzlich 2,99 Euro pro Monat zahlen. Betroffene können sich noch bis zum 9. Juni 2026 der Klage anschließen.
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