Der Weg für Apple zur Pole Position im Formel-1-TV ist länger als gedacht.
Apple wollte nach dem Einstieg als US-Partner der Formel 1 offenbar Schritt für Schritt weitere Märkte erobern. Services-Chef Eddy Cue sagte sogar offen: „Hoffe ich, dass wir in weitere Bereiche und Märkte wachsen können? Ja.“
Doch daraus wird vorerst wenig. Sky hat sich jetzt die Rechte in den Kernmärkten Großbritannien und Irland bis 2034 sowie in Italien bis 2032 gesichert – und das überraschend frühzeitig.
Warum die Formel 1 Sky treu bleibt
Die Formel 1 setzt weiter auf starke TV-Partner statt auf einen weltweiten Streaming-Deal. Sky investiert massiv in Übertragungen, Technik und Werbung. Genau das will die Rennserie.
Liberty-Media-Chef Derek Chang erklärte: „Wir verlangen von diesen Partnern, in das Produkt zu investieren.“ Langfristige Verträge schaffen dafür Planungssicherheit.
Apple passt vor allem zu den USA
In den USA funktioniert Apples Formel-1-Strategie mit TV+ deutlich besser als in Europa. Dort ist Apples Nutzerbasis riesig, Streaming längst Alltag und die Formel 1 hat keine jahrzehntelange Pay-TV-Tradition.
Außerdem gibt es weniger Hardcore-Fans, die an klassische Sender gebunden sind. Europa tickt anders: Hier dominieren etablierte TV-Marken wie Sky weiterhin den Markt.
Deutschland bleibt spannend
Für Deutschland ist allerdings noch alles offen. Hier läuft der Vertrag von Sky/RTL nur bis Ende 2027, eine Verlängerung wurde bislang nicht bekannt.
Sky Sports blocks Apple, wins F1 streaming victory in UK & Italy https://t.co/ztrIqOI34j #Apple
— AppleInsider (@appleinsider) May 12, 2026
Ausgerechnet in den Wirren der geplanten Sky-Übernahme durch RTL könnte Apple also doch noch eine europäische Tür finden.
Starke US-Zahlen
Apple setzt derweil voll auf die USA: mit eigenen Formel-1-Bereichen in TV+, Music und Maps, exklusiven Features und jüngeren Zuschauern.
Laut Apple lagen die Zuschauerzahlen bei den ersten Rennen sogar „deutlich“ über dem Vorjahr.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

