Apple und die Formel 1 hatten offenbar Sorge vor Frust bei Fans. Bisher scheint der Wechsel von ESPN aber gut zu laufen.
Apple baut sein Sport-Angebot auf Apple TV weiter aus – und die Formel 1 ist dabei eines der spannendsten Projekte. Vorher lief die Formel 1 in den USA auf ESPN und es gab intern offenbar die Sorge, dass Fans abspringen könnten.
Apple TV soll der Formel 1 sogar mehr Schwung geben
Laut Liberty-Media-Chef Derek Chang seien die ersten Ergebnisse vielversprechend. Die Formel 1 sehe stärkere Nutzung, höhere Zuschauerzahlen und eine positive Reaktion der Fans – trotz des Wechsels vom klassischen TV zu Apple TV.
Apple setzt dabei nicht nur auf die reine Übertragung. Multiview-Layouts, Live-Daten und Onboard-Kameras sollen das Rennen immersiver machen. Genau hier kann Apple mit seinem Ökosystem zeigen, dass Streaming mehr sein kann als nur ein Ersatz für Kabel-TV.

Miami wird zum ersten großen Apple-Test
Der Deal zwischen Apple und der Formel 1 läuft über fünf Jahre und soll Apple jährlich 140 bis 160 Millionen US-Dollar kosten. Dazu bewirbt Apple die Formel 1 breit im eigenen Ökosystem – unter anderem über Apple News, Apple Maps, Apple Music, Apple Fitness+ und in den Stores.
Besonders rund um den Grand Prix in Miami drehte Apple richtig auf. Nach den ersten Rennen zu schwierigen US-Uhrzeiten gilt Miami nun als wichtiger Test. Spannend bleibt, ob Apple auch Gelegenheitsfans dauerhaft zu Apple TV ziehen kann.

Jüngere Fans passen perfekt zu Apples Strategie
Für Apple ist die Formel 1 mehr als ein Sportrechte-Deal. Die Rennserie zieht in den USA zunehmend jüngere Zuschauer und mehr Frauen an. Stefano Domenicali zufolge machen Frauen inzwischen rund 40 Prozent der US-Fanbasis aus. Reuters berichtet, dass 47% der Zuschauer zwischen 18 und 24 Jahre alt sind.
ESPN kam in der letzten Saison auf durchschnittlich rund 1,3 Millionen Zuschauer pro Rennen – ein Rekordwert für die Formel 1 in den USA. Ob Apple das über eine volle Saison halten oder sogar steigern kann, wird sich erst noch zeigen.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Bild: iTopnews, Apple
