Apple soll bei Speicherchips plötzlich viel stärker unter Druck geraten – steigen die Preise fürs iPhone?
Der KI-Boom trifft offenbar auch das iPhone. Speicherchips könnten bis 2027 deutlich teurer werden und einen viel größeren Teil der iPhone-Kosten ausmachen als bisher. Für Apple kommt das zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt.
Speicher könnte bald fast die Hälfte der iPhone-Kosten ausmachen
Laut einer JPMorgan-Analyse, die von der Financial Times veröffentlicht wurde (Paywall), könnten Speicherchips 2027 bis zu 45 Prozent der Komponenten-Kosten eines iPhones ausmachen. Aktuell sollen es nur rund 10 Prozent sein.
Das wäre ein massiver Sprung. Apple kauft pro Jahr Speicher für rund 250 Millionen iPhones und war lange einer der wichtigsten Kunden in diesem Bereich. Nun muss sich Apple aber offenbar stärker gegen andere Käufer durchsetzen.
Rechenzentren kaufen Apple den Speicher weg
Der Grund liegt anscheinend im KI-Ausbau. Unternehmen rund um KI-Infrastruktur und Rechenzentren sichern sich immer größere Mengen an Speicherchips – bezahlt mit massiven Investitionen an KI-Geld.
Für Apple ist das unangenehm, weil sich die Spielregeln ändern. Früher wurden Mengen oft zuerst zugesagt und Preise später verhandelt. Jetzt geht es stärker darum, sich Kapazitäten überhaupt rechtzeitig zu sichern. Apple war früher der größte Kunde und konnte Preise gut verhandeln – jetzt gibt die KI-Branche die Richtung an.

iPhone 18 könnte schon unter dem Druck stehen
Der Bericht bringt die Entwicklung auch mit dem angeblich geteilten iPhone 18-Start in Verbindung. Demnach könnte Apple im Herbst 2026 zunächst nur die Pro-Modelle und das faltbare iPhone zeigen, während das günstigere iPhone 18 erst im Frühjahr 2027 folgt.
Spannend wird damit vor allem die Preisfrage. John Ternus übernimmt am 1. September 2026 den CEO-Posten von Tim Cook– Gut möglich, dass eine seiner ersten großen Entscheidungen genau hier liegt: höhere Preise oder geringere Marge?
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