Die EU-Kommission hat im Rahmen des Digital Markets Act eine Untersuchung zur Integration von KI in Android abgeschlossen.
Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Google seine Vormachtstellung als „Gatekeeper“ nutzt, um Gemini unfaire Vorteile auf Systemebene zu verschaffen. Während Gemini exklusiv Zugriff auf Systemdaten und Hardware-Ressourcen hat, bleiben Diensten wie ChatGPT oder Grok viele Funktionen verwehrt.
Viele neue Forderungen
Die Kommission fordert mehr Interoperabilität und Wahlfreiheit für Nutzer. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind weitreichend: Drittanbieter-KIs sollen künftig per Hotword oder Tastendruck systemweit aufgerufen werden können, Zugriff auf Bildschirminhalte erhalten und lokale Hardware für On-Device-Funktionen nutzen dürfen.

Zudem sieht der Entwurf vor, dass KI-Dienste Apps steuern und Vorschläge basierend auf Nutzeraktivitäten machen können – Funktionen, die derzeit Gemini vorbehalten sind. Google müsste hierfür neue Schnittstellen (APIs) entwickeln und Wettbewerbern kostenlos technischen Support bieten.
Endgültige Entscheidung in zwei Wochen
Google kritisiert dieses Vorhaben scharf als „unberechtigten Eingriff“. Das Unternehmen argumentiert, dass die erzwungene Öffnung sensibler Hardware-Bereiche und Berechtigungen die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer gefährde und die Autonomie der Gerätehersteller untergrabe.
Bis zum 13. Mai können Beteiligte nun Feedback geben, bevor die EU laut Ars Technica bis Ende Juli eine endgültige Entscheidung trifft.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Google

