Apple lässt zuletzt immer wieder betrügerische Apps in den App Store – und die Kontrolle wird offenbar nicht besser.
Apple nutzt den Schutz der Privatsphäre oft als Argument gegen die Öffnung von iOS für alternative App-Stores. Während Behörden in der EU und weltweit die hohen Gebühren und die Monopolstellung hinterfragen, beharrt der Konzern darauf, dass die Kosten notwendig seien, um die Kuration und Prüfung der Apps zu finanzieren.
App Store: Apples Glaubwürdigkeit wackelt
Die Realität widerspricht diesem Versprechen jedoch zunehmend. Denn die Zahl der Einreichungen ist massiv gestiegen, das Prüfteam aber offenbar nicht im gleichen Maße personell oder technologisch aufgerüstet. Das rüttelt an Apples Glaubwürdigkeit.
Als Epic Games im Jahr 2020 versuchte, die Zahlungsregeln des Stores zu umgehen, reagierte Apple innerhalb weniger Stunden und entfernte das Spiel Fortnite dauerhaft. Bei aktuellen Betrugsversuchen hingegen scheint dieser Eifer zu fehlen, selbst wenn Apps Namen von existierenden Diensten verwenden.
Weitere Taktiken sind gut bekannt
Ein weiteres großes Einfallstor für Kriminelle ist die unzureichende Überprüfung von Updates bereits existierender Anwendungen. Viele Betrüger nutzen dafür die Taktik des „Bait and Switch“.
Dabei wird eine harmlose App zur Prüfung eingereicht und erst nach der Freigabe durch ein Update oder eine serverseitige Änderung in eine Schadsoftware verwandelt wird. Apple müsste hier dringend proaktive Stichproben nach der Veröffentlichung durchführen, um solche bekannten Methoden zu unterbinden.
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