Immer mehr europäische Regierungen ziehen Konsequenzen aus der Abhängigkeit von US-amerikanischen Kommunikationsplattformen.
in Großteil der politischen Kommunikation findet in Europa derzeit auf Plattformen statt, über die EU-Regierungen keinerlei Kontrolle haben. In einer geopolitischen Lage, in der Technologie verstärkt als Machtinstrument eingesetzt wird, stellt dies ein erhebliches Risiko dar.
Datensouveränität wird zu höherer Priorität
Das Stichwort lautet „Datensouveränität“. Während Apps wie WhatsApp und Signal zwar eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten, mangelt es staatlichen Akteuren an Kontrolle über Metadaten und Zugriffsberechtigungen.

Zuletzt verstärkt auftretende russische Phishing-Angriffe auf Regierungsbeamte und Sicherheitslücken bei der EU-Kommission haben die Dringlichkeit erhöht. Auch deshalb hat Belgien kürzlich mit BEAM einen eigenen, gesicherten Messenger für den internen Dienstgebrauch vorgestellt.
Weniger Angriffsfläche für Phishing
Die App bietet den Komfort bekannter Messenger, läuft aber unter vollständiger Kontrolle der belgischen Behörden. Der Vorteil: In einem geschlossenen Ökosystem, das nur Regierungsmitarbeitern offen steht, laufen klassische Phishing-Versuche von außen ins Leere.
So schützen sich EU-Staaten auch vor dem direkten Einfluss der Trump-Regierung. Diese fährt derzeit auch im Digitalen einen harten Kurs, der auch nicht Messenger im Visier hat.
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