Ein aktueller Gerichtsfall in den USA zeigt eine unerwartete Schwachstelle bei der Nutzung von Signal auf.
Dem FBI gelang es offenbar, Kopien eingehender Nachrichten von einem iPhone forensisch zu extrahieren, obwohl die App bereits vom betroffenen Gerät gelöscht worden war. Wie konnte das gelingen?
Push-Datenbank als Sicherheitsrisiko
Wie Zeugen aus einem Prozess gegenüber 404 Media berichteten, lagen Kopien von Nachrichten in der systemeigenen Datenbank für Push-Benachrichtigungen vor. Bei der zugehörigen Ermittlung des FBI ging es um mehrere Menschen, die im Juli das ICE Prairieland Detention Center in Texas angegriffen hatte.

Die erfolgreiche forensische Extraktion – also der physische Zugriff auf das Gerät mit spezialisierter Software – macht deutlich, dass sensible Daten aus sicher geglaubten Apps oft an unerwarteten Stellen im Betriebssystem gespeichert werden können.
Schutzmaßnahmen für Nutzer sind vorhanden
Signal bietet bereits eine Funktion an, die verhindert, dass Nachrichteninhalte in Push-Benachrichtigungen angezeigt werden. Der aktuelle Fall unterstreicht aber gerade, wie wichtig diese Einstellung für Nutzer mit hohem Sicherheitsbedürfnis sein kann.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: iTopnews

