Der Start wirkte gut geplant – und scheiterte dann im Alltag.
Apple bereitete den Launch seiner Cyberbrille Vision Pro Anfang 2024 aufwändig vor: Hunderte Store-Mitarbeiter wurden nach Cupertino geflogen, sollten dort geschult werden und später ihr Wissen weitergeben.
Auf dem Papier ein solides Konzept für ein völlig neues Produkt.
Training viel zu knapp bemessen
Die Realität sah anders aus. Das zeigt jetzt ein Insider-Bericht. Viele Mitarbeiter hatten nur eine Stunde, um eine komplexe Demo mit umfangreichem Skript zu üben. Offiziell waren zwei Probeläufe vorgesehen. Doch in der Praxis blieb dafür oft zu wenig Zeit.
Überforderte Teams im Store
Hinzu kam Personalmangel und mangelnde Erfahrung. Viele Verkäufer waren erst kurz zuvor fest angestellt worden.
Ein Mitarbeiter sagte: „Es war das erste Mal, dass viele Leute ein Skript lernen mussten.“ Ein anderer berichtete: „Ich bekam eine 20-minütige Demo … und wurde ins kalte Wasser geworfen.“
Apple Vision Pro launch hampered by years of retail store penny-pinching https://t.co/IjwQl7Ike6 #Apple
— AppleInsider (@appleinsider) April 7, 2026
Strukturelle Probleme im Apple Retail
Der Bericht sieht tiefere Ursachen: Seit dem Tod von Steve Jobs habe Apple am Personal gespart. Früher lag der Fokus stärker auf intensiver Kundenbetreuung, etwa durch Workshops und Einzeltrainings – Angebote, die vor allem nach der Pandemie stark reduziert wurden.
Fazit: Mehr als nur ein Einzelfall
Der holprige Vision-Pro-Start gilt als Symptom eines größeren Problems in Apples Retail-Bereich.
Fehlende Schulungen, zu wenig Personal und veränderte Store-Konzepte könnten dem Unternehmen langfristig stärker schaden als ein einzelner missglückter Launch.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Apple

