Apple treibt die Unabhängigkeit von chinesischen Zulieferern mit Hochdruck voran, aktuell im Display-Bereich.
Vor dem Start einer neuen Welle von OLED-Produkten verlagert der Konzern seine Aufträge weg von Herstellern wie BOE hin zu verlässlichen Partnern aus Südkorea. Die Auswirkungen in China sind bereits dramatisch.
BOE kaum noch durch Apple-Aufträge ausgelastet
In den Werken von BOE stürzte die Auslastung der Apple-Produktionslinien innerhalb kurzer Zeit von 82 auf nur noch 48 Prozent ab. Gleichzeitig halbierten sich auch die Lieferungen an die Montagepartner in Vietnam. Apple setzt für die kommenden Top-Geräte nun fast ausschließlich auf die Display-Expertise von Samsung und LG, um technische Risiken zu minimieren.

Sowohl das MacBook Pro als auch das iPad mini erhalten bald wohl zum ersten Mal überhaupt kontraststarke OLED-Panels, was die Bildqualität für euch spürbar auf ein neues Level heben wird. Der Rückzug aus China ist aber nicht nur aus technischen Gründen Teil eines jahrelangen Plans, mit dem Apple Abhängigkeiten vom Land abbauen möchte.
Risikomanagement als globale Strategie
Während die Endmontage bereits verstärkt in Ländern wie Indien und Vietnam stattfindet, folgt nun auch die Diversifizierung der Komponentenfertigung. Für die Zukunft verspricht sich Apple dadurch eine sicherere Warenverfügbarkeit, damit ihr eure neuen Gadgets pünktlich zum Release in den Händen haltet, unabhängig von regionalen Spannungen oder Produktionsausfällen bei einzelnen Lieferanten.
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