In Brüssel braut sich für Apple, Amazon und Samsung neuer Ärger zusammen – im TV-Bereich.
Eine Allianz führender europäischer Rundfunkanstalten fordert nämlich von der EU-Kommission, die Regeln des Digital Markets Act (DMA) massiv auszuweiten. Im Visier stehen dabei nicht mehr nur App-Stores, sondern gezielt Smart-TV-Plattformen und virtuelle Assistenten wie Siri oder Alexa.
Die Sendergruppe ACT, die unter anderem RTL, Sky und Disney vertritt, warnt dabeivor der wachsenden Marktmacht der Tech-Riesen.
Siri und Alexa als neue Gatekeeper?
Aktuell bestimmten Algorithmen und vertragliche Beschränkungen der Hersteller, welche Inhalte ihr auf eurem Fernseher prominent angezeigt bekommt.
Die Rundfunkveranstalter kritisieren, dass eine Handvoll Betreiber den Zugang zu Millionen von Zuschauern kontrolliert und den Wettbewerb durch geschlossene Ökosysteme systematisch behindert.

Besonders brisant ist die Forderung bezüglich KI-Assistenten. Bisher fallen Siri oder Amazons Alexa nicht unter die Gatekeeper-Regeln des DMA.
Die Sender sprechen von einer „Regulierungslücke“. Diese erlaube es den Tech-Konzernen, den Medienkonsum über Smartphones, Smart Speaker und sogar Infotainmentsysteme im Auto nach eigenen Regeln zu steuern, ohne sich an die DMA-Verpflichtungen halten zu müssen.
Kampf um fairen Content-Zugang
Die Allianz möchte erreichen, dass Apple und Co. dazu verpflichtet werden, externe Verlinkungen und Weiterleitungen nicht länger technisch oder vertraglich zu behindern.
Während Apple zuletzt Siege für Dienste wie Apple Maps verbuchen konnte, erhöht dieser Vorstoß den Druck auf die Hardware-Sparte. Ob die EU-Kommission dieser Forderung nachkommt, bleibt abzuwarten.
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