Apple geht angeblich gegen sogenannte „Vibe Coding“-Apps im App Store vor – berichtet jedenfalls das Portal The Information.
Der Konzern stoppe Updates bestimmter Anwendungen vorerst. Betroffen seien unter anderem Tools wie Replit oder Vibecode, die es ermöglichen, per Texteingabe Apps oder Websites zu erstellen – auch ohne Programmierkenntnisse.
Konflikt mit bestehenden App-Store-Regeln
Der Hintergrund liege in bestehenden Richtlinien: Apple untersagt laut dem Bericht Apps, die eigenen Code ausführen oder ihre Funktionen dynamisch verändern. Genau hier überschneiden sich viele Funktionen dieser neuen KI-Tools mit den Vorgaben. Besonders kritisch soll Apple offenbar die Möglichkeit sehen, direkt Software für eigene Plattformen zu erstellen.
Wie Apple auf die Vorwürfe reagiert
Apple hat inzwischen gegenüber dem US-Portal Macrumors reagiert und erklärt:
„Apps müssen in ihren Bundles in sich geschlossen sein und dürfen weder Daten außerhalb des vorgesehenen Containerbereichs lesen oder schreiben, noch dürfen sie Code herunterladen, installieren oder ausführen, der neue Funktionen oder Eigenschaften der App einführt oder diese verändert, einschließlich anderer Apps.
Bildungs-Apps, die dazu dienen, ausführbaren Code zu vermitteln, zu entwickeln oder von Schülern testen zu lassen, dürfen unter bestimmten Umständen Code herunterladen, sofern dieser Code nicht für andere Zwecke verwendet wird.
Bei solchen Apps muss der von der App bereitgestellte Quellcode für den Nutzer vollständig einsehbar und bearbeitbar sein.“
Strategische Bedeutung für Apple
Die Entwicklung zeigt auch ein grundlegendes Spannungsfeld: Vibe-Coding-Apps ermöglichen es Nutzern, Anwendungen außerhalb klassischer Entwicklungsumgebungen zu erstellen. Gleichzeitig stehen sie damit in Konkurrenz zu Apples eigenen Tools und könnten das etablierte App-Store-Modell teilweise umgehen.
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