Der britische Softwareanbieter Reincubate hat eine markante Patentklage gegen Apple eingereicht.
Das Unternehmen wirft dem Konzern vor, mit der Einführung von Continuity Camera im Jahr 2022 eigene Patente verletzt und Entwickler bewusst getäuscht zu haben. Konkret geht es um die iPhone-als-Webcam-App Camo, die Apple mit macOS Ventura faktisch obsolet gemacht habe.
Patentstreit um iPhone-Nutzung als Webcam
Reincubate argumentiert, Apple habe zugleich mit Continuity Camera zentrale, patentierte Verfahren übernommen, die das Erfassen von Video auf einem Gerät und die Verarbeitung auf einem anderen beschreiben.
Die betreffenden Patente decken das Zusammenspiel von Aufnahmegerät, Steuergerät und vermittelnder Software ab – ein Modell, das laut Reincubate direkt auf Mac, iPhone und das Continuity-Feature zutreffe. Apple habe Camo außerdem zuvor gekannt, intern genutzt und den Entwickler sogar ermutigt, die App weiter auszubauen.
Vorwurf unlauteren Wettbewerbs
Neben der Patentfrage erhebt Reincubate wettbewerbsrechtliche Vorwürfe. Apple habe seine Kontrolle über Betriebssysteme und App Store genutzt, um Drittanbieter zu benachteiligen und Nutzer gezielt in das eigene Ökosystem zu lenken. Besonders kritisch sieht Reincubate, dass Camo plattformübergreifend auch mit Windows und Android funktioniert, während Apple eine exklusive Lösung anbietet.
Apple hat sich bislang nicht öffentlich zur Klage geäußert. Das Verfahren steht noch am Anfang, konkrete Gerichtstermine gibt es derzeit nicht.
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