Ein kleiner Klick in der iPhone-App – und schon wissen Händler viel über euch.
Zwischen Bonuspunkten, Coupons und Gratis-Artikeln setzen Supermärkte zunehmend auf eigene Apps.
Laut einer aktuellen Studie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen nutzen 78 Prozent der Befragten solche Anwendungen – oft in der Hoffnung auf günstigere Preise. Doch der Rabatt hat seinen Preis: persönliche Daten.
Rabatte mit Nebenwirkungen
Zwei Drittel der App-Nutzerinnen und -Nutzer gaben an, in den vergangenen zwei Jahren zusätzliche Käufe getätigt zu haben, um App-Vorteile zu erhalten.
61 Prozent sagen, ihr Einkaufsverhalten habe sich dadurch spürbar verändert. Aus Sicht der Verbraucherschützer ist das kein Zufall.
Daten als Währung
Mit der Registrierung geben Kundinnen und Kunden teils umfangreiche Informationen preis – von Name und Geburtsdatum bis zur Mobilnummer.
Die Daten erlauben es, Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten gezielt zu beeinflussen. Die Verbraucherzentrale kritisiert diese Praxis deutlich.
Sparen – aber wie viel?
Viele Nutzer fühlen sich durch Coupons als Gewinner: 69 Prozent glauben, manchmal Geld zu sparen, 24 Prozent sogar bei jedem Einkauf.
Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv): Supermarkt-Apps: Rabatte im Tausch gegen Daten / Verbraucherzentrale veröffentlicht Bericht zu Supermarkt-Apps / Repräsentative Befragung: Große Mehrheit der Befragten (78 Prozent) nutzt Supermarkt-Apps https://t.co/tJzCqL6qPw
— Verbände Forum (@verbaende) January 19, 2026
Tatsächlich liegt die durchschnittliche Ersparnis laut Preisvergleich aber bei maximal zwei Prozent.
Rabatt nur mit App?
Wer keine App nutzt, wird oft von Angeboten ausgeschlossen. Die Verbraucherzentrale fordert deshalb: Rabatte dürfen nicht an Datennutzung gekoppelt sein.
Gegen Lidl läuft bereits ein Verfahren – wegen irreführender Werbung mit angeblich „kostenlosen“ App-Rabatten.
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