Der jahrelange Kauf- und Verkaufsstreit um TikTok in den USA steht offenbar kurz vor dem Abschluss.
Nach übereinstimmenden Medienberichten haben sowohl die US-Regierung als auch China einem Verkauf des US-Geschäfts von TikTok zugestimmt. Käufer ist ein Investorenkonsortium mit überwiegend US-amerikanischen Geldgebern, angeführt von Oracle und Silver Lake. Der Abschluss der Transaktion soll noch in dieser Woche erfolgen.
Kaufpreis von bis zu 14 Milliarden US-Dollar denkbar
Die neue Eigentümerstruktur sieht vor, dass der TikTok-Mutterkonzern ByteDance weniger als 20 Prozent am US-Geschäft hält. Jeweils rund 15 Prozent gehen an Oracle, Silver Lake und den Investmentfonds MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Weitere Anteile liegen zudem bei Susquehanna, Dragoneer sowie der Familienholding von Michael Dell. Angaben zum Kaufpreis gibt es bislang nicht, zuletzt war von einer Bewertung im Bereich von rund 14 Milliarden US-Dollar die Rede.

Der Deal erfüllt die Vorgaben einer US-Gesetzgebung aus dem Jahr 2024, die ByteDance zur Abspaltung des US-Geschäfts verpflichtete. Eine vom Weißen Haus gesetzte Frist läuft am 22. Januar aus. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken hinsichtlich Datennutzung und möglichem Einfluss der chinesischen Regierung.
Eigenständiges Unternehmen mit Sicherheitsfokus
Laut TikTok-CEO Shou Chew soll das neue Unternehmen als eigenständige Einheit agieren. Zuständig wären künftig ein mehrheitlich amerikanisch besetzter Verwaltungsrat sowie eigene Strukturen für Datenschutz, Inhaltsmoderation und die Sicherung des Algorithmus. Gerade letzterer Punkt galt lange als größtes Hindernis in den Verhandlungen.
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