Der KI-Geldfresser greift zum letzten Strohhalm: Nun startet Werbung.
OpenAI bringt in den nächsten Wochen Werbeanzeigen in ChatGPT – zunächst für US-Nutzer der kostenlosen Version und des neuen 8-Dollar-Tarifs „ChatGPT Go“.
Was CEO Sam Altman noch 2024 als „letzten Ausweg“ bezeichnete, der die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse beeinträchtigen könnte, wird nun Realität.
Der Grund liegt auf der Hand: Das Unternehmen verzeichnet 2026 voraussichtlich einen Verlust von neun Milliarden Dollar, bei einem Umsatz von „nur“ 13 Milliarden Dollar.
Die finanzielle Situation ist kritisch
Gewinne erwartet OpenAI erst 2030 – frühestens. Wie lange die Investoren da noch mitspielen, ist fraglich.
Bei 800 Millionen wöchentlichen Nutzern zahlen nur fünf Prozent für ein Abo – zu wenig für die gigantischen Kosten. So hat OpenAI gerade angekündigt, 1,4 Billionen (!) Dollar in neue riesige Rechenzentren und in KI-Chips zu investieren.
Banner statt Profitabilität
Die Anzeigen erscheinen am Ende der ChatGPT-Antworten, getrennt vom eigentlichen Text und deutlich gekennzeichnet.
In the coming weeks, we plan to start testing ads in ChatGPT free and Go tiers.
We’re sharing our principles early on how we’ll approach ads–guided by putting user trust and transparency first as we work to make AI accessible to everyone.
What matters most:
– Responses in… pic.twitter.com/3UQJsdriYR— OpenAI (@OpenAI) January 16, 2026
OpenAI verspricht, dass Werbung niemals die Antworten beeinflusst und keine Chat-Verläufe an Werbetreibende weitergegeben werden.
Wer beispielsweise Mexico-Tipps sucht, bekommt Urlaubsanzeigen – kontextbezogen, aber optional abschaltbar. Premium-Nutzer von Plus (20 Dollar), Pro (200 Dollar) und Enterprise bleiben vorerst werbefrei.
Tropfen auf den heißen Stein
Kritiker bezweifeln, dass die Anzeigen das finanzielle Loch stopfen können: „Selbst wenn Werbung ein gutes Geschäftsfeld wird, kosten OpenAIs Dienste zu viel, als dass es einen Unterschied machen würde“, so Tech-Analyst Ed Zitron.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Fotos: OpenAI

