Große KI-Firmen kaufen gerade den Markt für Prozessoren & Co. leer und Apple bekommt Probleme.
Der KI-Hype nimmt weiter Fahrt auf und Firmen wie Nvidia und Google benötigen massiv Prozessoren, RAM und Grafikkarten für ihre geplanten Rechenzentren. Darüber, dass Smartphones durch eine stark steigende Nachfrage nach RAM teurer werden, haben wir bereits berichtet.
Neuer Engpass: Glasfasergewebe für Prozessoren
Einem Bericht von Nikkei zufolge droht jetzt der nächste Engpass. Glasfasergewebe, das für die Produktion von Prozessoren extrem wichtig ist, wird hauptsächlich nur vom japanischen Unternehmen Nitto Boseki gefertigt. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage kommt der Hersteller an Kapazitätsgrenzen und Apple bekommt Probleme, genug Chips für iPhone & Co. zu besorgen.
Apple soll bereits im Herbst Mitarbeiter nach Japan geschickt haben, um vor Ort auf Nitto Boseki einzuwirken und die Lieferkette stabil zu halten. Auch bei der Regierung soll Apple um Unterstützung gebeten haben.
Apple ist nicht mehr der Platzhirsch in der Lieferkette
Besonders seit Tim Cook die asiatischen Lieferketten aufgebaut hat ist es Apple gewohnt, durch die Abnahme von hohen Stückzahlen die stärkste Verhandlungsmacht zu besitzen. Cupertino sicherte sich bei neuen Technologien oft frühzeitig große Teile der Produktionskapazitäten, während anderen Herstellern nur die Reste blieben.
Seit der durch KI rasant gestiegenen Nachfrage an Computerkomponenten, ist Apple plötzlich nicht mehr der wichtigste Kunde und muss stärker um Produktionskapazitäten kämpfen. Glasfasergewebe anderer Hersteller aus China und Taiwan wird geprüft, aber die Evaluierung der Qualität und die Umstellung der Lieferkette wird Jahre dauern.
Viele Hersteller bauen aktuell stark aus und auch für kleinere Firmen ist jetzt die Chance gekommen, große Aufträge zu erhalten. Der Kampf um die Lieferketten hat aber gerade erst begonnen.
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