Der Chip-Thron wackelt – nicht wegen Apple, sondern wegen KI.
Jahrelang galt Apple als wichtigster Antreiber der modernsten Chipfertigung. Durch frühe Milliardeninvestitionen bei Marktführer TSMC aus Taiwan, feste Abnahmemengen und einen exakt getakteten Produktzyklus half Apple seit 2014, neue Fertigungsstufen überhaupt erst wirtschaftlich zu machen.
Die Ausgaben stiegen von rund 2 Milliarden Dollar auf etwa 24 Milliarden im Jahr 2025. Zeitweise stammte bis zu ein Viertel der TSMC-Umsätze aus Cupertino. Bei neuen Fertigungsstufen belegte Apple anfangs oft den Großteil der Kapazitäten.
KI schafft neue Machtzentren
Mit dem Boom von KI-Rechenzentren hat sich das Kräfteverhältnis verschoben, so aktuelle Analysen. Chipdesigner wie Nvidia kaufen heute ähnlich große Mengen modernster Chips und können neue Fabriken ebenfalls finanzieren.
Apple ist damit nicht mehr der einzige Kunde, der neue Prozesse anschiebt.
Smartphones verlieren an Bedeutung
Früher machten Smartphone-Chips fast die Hälfte der TSMC-Umsätze aus.
Inzwischen ist High-Performance-Computing inklusive KI das größte Geschäftsfeld. Apple bleibt wichtig, aber nicht mehr alleiniger Taktgeber.
Report: Rise of AI Is Corroding Apple’s Influence Over TSMC https://t.co/orJZV1o0mX pic.twitter.com/B9dpQqD6sD
— MacRumors.com (@MacRumors) January 12, 2026
Weniger Einfluss bei neuen Prozessen
Bei kommenden Fertigungen wie N2 oder A16 dürfte Apples Anteil an der Frühproduktion geringer ausfallen. Vor allem A16 ist stärker auf KI-Lasten ausgelegt als auf mobile Chips.
Spätere Erholung möglich
Ab späteren Generationen wie A14 könnte Apple wieder an Einfluss gewinnen, da diese Prozesse von Beginn an mobile und leistungsstarke Chips bedienen.
Parallel prüft Apple Alternativen für weniger kritische Bauteile, um die Abhängigkeit von TSMC zu verringern.
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