Apple öffnet Siri für fremde KI – und weckt damit alte Ängste neu.
Die Nachricht (iTopnews berichtete) hat gesessen: Google liefert künftig KI-Technik für Siri. Für viele Apple-Nutzer klingt das wie ein Tabubruch: Ausgerechnet die größte und neugierigste Datenmaschine der Branche rückt an Apples Sprachassistentin heran.
Apple und Google bemühen sich um Beruhigung. Doch ganz so harmlos, wie es klingt, ist der Deal nicht.
Was Google wirklich liefert
Konkret geht es um Googles Gemini-Modelle, die Siri bei bestimmten, besonders komplexen Anfragen unterstützen sollen. Wichtig: Gemini ersetzt Siri nicht, läuft nicht dauerhaft mit und steuert auch nichts eigenständig.
Google betont, man stelle „nur Rechenleistung und Modelle“ bereit. Die Kontrolle über Abläufe, Antworten und Integration liege vollständig bei Apple.
Datenschutz: viele Zusicherungen, wenig Einblick
Der sensibelste Punkt bleibt der Datenschutz. Apple versichert, dass Google keinerlei Zugriff auf Apple-IDs, Profile oder dauerhaft gespeicherte Nutzerdaten erhält.
Google wiederum erklärte ausdrücklich, die über Siri laufenden Anfragen würden nicht zum Training eigener Modelle genutzt.
Das klingt gut – bleibt für Außenstehende aber schwer überprüfbar. Vertrauen spielt hier eine größere Rolle als Technik.
Hat Apple bei KI den Anschluss verpasst?
Die Kooperation nährt den Verdacht, Apple habe die KI-Entwicklung verschlafen. Während andere längst mit großen Sprachmodellen glänzen, wirkt Apple oft defensiv.
Google confirms that it won’t get Apple user data in new Siri deal https://t.co/F4LYSrIQ7r #Apple
— AppleInsider (@appleinsider) January 13, 2026
Der Deal lässt sich so lesen: Apple kauft Zeit. Eigene Modelle sind im Aufbau, reichen aber offenbar noch nicht für alle Aufgaben. Statt Siri schwach zu lassen, greift man extern zu.
Pragmatismus mit Ablaufdatum
Am Ende ist der Deal weniger Machtübergabe als Zwischenlösung. Google wird kein neuer Herr über Siri, Apple bleibt Dirigent.
Für Nutzer bedeutet das kurzfristig bessere Antworten – und langfristig die Hoffnung, dass Apple die Kontrolle wieder komplett ins eigene Haus holt. Skepsis bleibt angebracht. Panik eher nicht.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? KI-Foto: Jörg Heinrich / iTopnews

