Aufschub gewährt: Bose hört auf Nutzerproteste und rettet sein Streaming.
Audio-Spezialist Bose rudert zurück: Statt bis 18. Februar bleiben die Cloud-Dienste für die SoundTouch-Lautsprecher nun bis 6. Mai aktiv.
Nach massiven Nutzerprotesten hat der Hersteller seine ursprünglichen Abschaltpläne überarbeitet. Die hätten die Streaming-Funktionen der längst nicht mehr verkauften Lautsprecher komplett lahmgelegt.
Spotify und AirPlay bleiben erhalten
Auch nach dem Mai-Termin funktionieren die Boxen weiter – allerdings eingeschränkt.
Lokale Wiedergabe, Spotify Connect und Apple AirPlay bleiben nutzbar.
Lediglich bestimmte Hardware-Features wie Preset-Tasten fallen weg. Die ursprünglich geplante Totalabschaltung ist vom Tisch.
APIs für Entwickler freigegeben
Überraschend: Bose hat die SoundTouch-Programmierschnittstellen öffentlich gemacht.
Bose is extending support for its long-discontinued SoundTouch speakers after a customer outcry https://t.co/45eYjBSecS
— Bloomberg (@business) January 7, 2026
Entwickler können nun eigene Software basteln, die mit den Speakern kommuniziert – und deren Lebensdauer womöglich deutlich verlängert.
Lehrstück über Cloud-Abhängigkeit
Der Fall zeigt eindrücklich: Selbst teure Hardware (SoundTouch kostete 300 bis über 1.000 Dollar) wird wertlos, sobald der Hersteller den Cloud-Stecker zieht.
Wer auf Langlebigkeit setzt, fährt mit klassischer Technik ohne Internet-Zwang besser. Ein analoger Plattenspieler mit passiven Boxen funktioniert auch in 30 Jahren noch – garantiert ohne Software-Updates.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Foto: Bose

