In diesem „iTopnews History“ beleuchten wir den Börsengang von Apple vor 45 Jahren – mit interessanten Zahlen.
Die legendären ersten Apple-Aktien wurden damals für 22 Dollar ausgegeben und machten viele frühe Mitarbeiter zu Millionären. In den letzten 45 Jahren hat sich der Wert des Unternehmens mehr als vertausendfacht und ohne die nötige Investitionsspritze wären Geräte wie der Macintosh (geschweige denn iPhone und Co.) wohl nie erfunden worden.
Apple als Personengesellschaft vor dem Börsengang
Apple wurde 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne als Personengesellschaft unter dem Namen „Apple Computer Company“ gegründet. Nach den ersten Erfolgen und neu eingestellten Mitarbeitern konnte Apple Investoren gewinnen und wurde nach nur acht Monaten in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt: Apple Computer, Inc.
Apple war damals im Privatbesitz von den Steve Jobs, Steve Wozniak und einigen Investoren wie Mike Markkula. Von Anfang an suchte Steve Jobs nach Investoren, um die Entwicklung neuer Produkte finanzieren und die benötigten Teile bezahlen zu können. Zudem verkaufte er seinen geliebten VW-Bus. Vor allem durch den Erfolg des Apple II ab 1977 wuchs Apple stark. Die hohe Nachfrage nach dem Computer machte die Einstellung neuer Mitarbeiter und das Anmieten neuer Räume nötig.
Darum ging Apple 1980 an die Börse
Innerhalb von vier Jahren ist Apple von einer Garagenfirma zu einem großen Player im Computerbusiness geworden. Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten und mit großen Konzernen wie IBM mithalten zu können, brauchte Apple mehr Geld. Die Entwicklung neuer Modelle, die Erschließung internationaler Märkte und der steigende Wettbewerbsdruck machten mehr Kapital nötig, als private Investoren bereitstellen konnten.
Es gab aber auch noch andere Gründe für den Börsengang: Durch eine größere Kapitalbasis wird das Risiko auf mehrere Aktionäre verteilt und finanzielle Abhängigkeiten (und damit auch Einfluss von externen Investoren) verringert. Zudem ist ein börsennotiertes Unternehmen sichtbarer und vertrauenswürdiger mit einer höheren Glaubwürdigkeit bei Banken und Geschäftspartnern.
Und natürlich wollten Steve Jobs und die anderen frühen Mitarbeiter sich ihre Anteile auch gerne vergolden lassen.
Der Börsengang macht Steve Jobs über Nacht zum Multimillionär
Am 12. Dezember 1980 ging Apple an die Börse NASDAQ (für Technologie-Unternehmen) und gab 4,6 Millionen Anteile zu je 22 Dollar aus. Das machte ca. 300 frühe Mitarbeiter über Nacht zu Millionären. Steve Jobs wurde mit nur 25 Jahren zum Multimillionär. Der Apple-Börsengang galt als größter Börsengang seit Ford von 1956.
Die Nachfrage der ersten Aktien war extrem groß, der Kurs ging direkt durch die Decke. Der Börsengang von Apple ist bis heute ein Symbol für das gesamte Silicon Valley, dass es jede Garagenfirma bis ganz nach oben schaffen kann.
Für Apple hat sich die Ausgabe der Aktien gelohnt – das Unternehmen spielte plötzlich finanziell in der obersten Liga mit und konnte Anfang der 80er Jahre weiter wachsen und unter anderem den Macintosh entwickeln.
230.000 % Wachstum
Die unglaublichen Summen faszinieren und regen zu Rechenspielen an. Eine Apple-Aktie kostete damals 22 US-Dollar: Wer 1980 eine Aktie gekauft und bis heute behalten hätte, könnte diese jetzt für 53.000 Euro verkaufen. Zwar liegt der Kurs aktuell bei etwa 237 €, aber Apple splittete die Aktien in der Geschichte mehrfach auf (damit der Preis einer einzelnen Aktie optisch nicht so teuer wirkt…). Wer 1980 eine Aktie gekauft hätte, würde heute 224 Anteile besitzen.
Zum Börsengang 1980 war Apple mit all seinen Aktien (4,6 Millionen ausgegebenen und noch weiteren bereits vorher verteilten Anteilen) etwa 1,78 Milliarden Dollar wert. Das wären inflationsbereinigt heute etwa 7 Milliarden Dollar.
Heute kann Apple darüber nur lachen – so viel Umsatz macht das Unternehmen aktuell in einer Woche. Der Unternehmenswert hat sich seit 1980 um das 2.300-fache gesteigert: Heute ist Apple etwa 4,1 Billionen Dollar wert.
Besitzt jemand von euch Apple-Aktien? Seit wann seid ihr dabei?
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