Ist das das Ende des mühsamen Protokollierens am iPhone?
Hand aufs Herz: Wer von euch hat Lust, nach einem einstündigen Meeting oder einer Uni-Vorlesung noch ewig dazusitzen und alles abzutippen? Wir bei iTopnews definitiv nicht.
Deshalb haben wir uns das KI-Notizgerät Plaud Note Pro (189 Euro) geschnappt und es in den letzten Wochen im Redaktionsalltag getestet. Es verspricht, die lästige Schreibarbeit per KI zu erledigen. Ob das klappt oder nur teure Spielerei ist, haben wir für euch herausgefunden.
Ein Handschmeichler auf Apple-Niveau
Der erste Eindruck passt schon mal: Das Gehäuse aus Aluminium und Corning Gorilla Glas ist erstklassig designed und verarbeitet. Mit nur 30 Gramm ist es leicht, kaum größer als eine Kreditkarte, und fühlt sich wie Original-Zubehör aus Cupertino an.
Echte Highlights sind das kleine, 600 Nits helle OLED-Display – und der Akku. Wir nutzen das Gerät seit drei Wochen, und der Akkustand liegt immer noch bei 67 Prozent. In Sachen Ausdauer macht diesem kleinen Begleiter so schnell keiner was vor.
Was kann das Teil im Alltag?
Das Prinzip ist simpel: Ihr drückt den Knopf und nehmt auf. Egal, ob das iPhone-Telefonat (dank MagSafe-Hülle auf der Rückseite), das Meeting im Büro oder die Vorlesung in der Uni. Aus den Aufnahmen wird dann in der Plaud-App auf dem iPhone mit hoher Treffsicherheit Text.
Besonders praktisch: Man kann während der Aufnahme wichtige Stellen per Knopfdruck markieren. In der App springt Ihr später direkt dorthin.
Und falls ihr noch alte Sprachmemos oder Audiodateien aus anderen Quellen habt: Die könnt Ihr einfach importieren und nachträglich durch die KI-Mühle drehen lassen.
Die KI: Von der Sprache zum fertigen Text
Die Transkription (in 112 Sprachen) funktioniert im Test exzellent. Aber das eigentlich Spannende ist, was danach passiert.
Plaud nutzt im Hintergrund mächtige Modelle wie GPT-5.2 oder Claude 4.5. Über einen integrierten „KI-Shop“ wählt ihr Vorlagen aus, die Euer Gespräch analysieren.
Ob ein klassisches Protokoll, ein Q&A oder sogar ein Kommunikations-Coaching – das System gliedert das Gesprochene erstaunlich sinnvoll.
Mit der „AutoFlow“-Funktion könnt ihr das Ganze sogar auf Autopilot stellen, so dass die Zusammenfassung direkt nach der Aufnahme im gewünschten Format bei Euch landet.
Der Vergleich zum iPhone
Natürlich könntet ihr das – ein wenig umständlicher – auch direkt am iPhone erledigen: Sprachmemo aufzeichnen, transkribieren lassen, dann den Text mit einer KI zusammenfassen und analysieren lassen.
Aber dafür braucht ihr halt mehrere Programme und bekommt am Ende vielleicht doch nicht das gewünschte Ergebnis.
Mit dem Plaud Note Pro und der dazugehörigen App macht Ihr alles in einem Aufwasch. Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass eine Aufnahme am iPhone durch einen Anruf unterbrochen wird, oder dass der iPhone-Akku leer läuft.
Wo es hakt: Geduld und Gebühren
Ganz ohne Kritik kommt das Plaud Note Pro aber nicht davon. Wenn ihr ein zweistündiges Gespräch geführt habt, braucht die KI im Hintergrund auch mal ein paar Minuten für die Auswertung. Das passiert nicht in Echtzeit.
Am ärgerlichsten ist es, dass die Zeit für Transkriptionen limitiert ist. Im kostenlosen Starter-Abo sind es 300 Minuten oder fünf Stunden im Monat. Damit könnt ihr schon einiges anstellen, aber üppig ist es auch nicht.
Es wird schnell teuer
Der Pro-Plan für 1.200 Minuten oder 20 Stunden im Monat kostet monatlich 9,20 Euro und das unbegrenzte „Unlimited“ 18,70 Euro im Monat. Diese Preise gelten bei jährlicher Zahlung – monatlich wird es deutlich teurer, zum Beispiel 34,99 Euro für „Unlimited“.
Für 189 Euro Kaufpreis sollte das Frei-Kontingent definitiv größer sein. Wobei: Ihr könnt euch Minuten-Pakete ohne Abo nachkaufen, zum Beispiel 600 Minuten oder 10 Stunden für 14,99 Euro. Die lassen sich dann innerhalb von zwei Jahren aufbrauchen.
Wenn ihr sparen wollt, gibt es zwei weitere Geräte mit etwas weniger Komfort, den Plaud NotePin und den Plaud Note für jeweils 169 Euro.
Ein Wort zu Etikette und Recht
So genial die Technik auch ist, denkt bitte – trotz Einhaltung der DSGVO und ISO-Zertifizierung – immer an den Datenschutz. In vielen beruflichen Umfeldern oder sensiblen Gesprächssituationen ist das Aufzeichnen schlicht verboten.
Und ganz wichtig: Informiert eure Gesprächspartner – egal ob gegenüber oder am anderen Ende der Telefonleitung – immer vorab, dass Ihr mitschneidet. Alles andere ist nicht nur unhöflich, sondern rechtlich auf ganz dünnem Eis.
Unser Fazit
Das Plaud Note Pro ist für uns ein echter Zeitsparer – solange man bereit ist, den Anschaffungspreis und eventuelle Abo-Kosten zu akzeptieren.
Die Hardware ist top, die Software-Anbindung ans iPhone flüssig und die Ergebnisse der KI sind meist beeindruckend präzise.
Lediglich das proprietäre Ladekabel ist etwas wackelig – aber da der Akku so lange hält, werdet ihr es nur selten brauchen.
Plaud Note Pro in der iTopnews-Bewertung
Plaud Note Pro im iTopnews-Test
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Benutzung - 8/108/10
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Design - 9/109/10
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Verarbeitung - 10/1010/10
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Preis/Leistung - 7/107/10
Das sagt iTopnews
Plaud Note Pro spart im Alltag spürbar Zeit – vorausgesetzt, Preis und mögliche Abo-Gebühren passen für euch. Verarbeitung und Technik überzeugen, die iPhone-Anbindung läuft reibungslos und die KI liefert in der Regel erstaunlich genaue Ergebnisse.
Hinweis: Artikel enthält Affiliate-Links. Was ist das? Fotos: Plaud




