Apple-CEO Tim Cook trifft Donald Trump lieber, als er zugibt.
Für jemanden, der sich als unpolitisch bezeichnet, hält Apple-Chef Tim Cook bemerkenswert viel Kontakt zu Donald Trump.
Im Interview mit dem US-Sender ABC beteuerte Cook: „Ich interagiere auf Basis von Politik, nicht von Parteipolitik.“ Und weiter: „Ich bin eine unpolitische Person, auf beiden Seiten. Ich bin quasi genau in der Mitte und konzentriere mich auf sachliche Politik.“
Viel Kontakt zum Weißen Haus
Wie unpolitisch das klingt – und wie eindrucksvoll die Beziehungspflege ist: Cook war bei Trumps zweiter Amtseinführung dabei, schenkte ihm ein Glasobjekt mit 24-Karat-Goldsockel, spendete angeblich eine Million Dollar für den Inaugurations-Fonds und besuchte im Weißen Haus die Privatvorführung der dubiosen Melania-Dokumentation.
600 Milliarden Dollar als Brücke
Cook rechtfertigt die Nähe mit Apples 600-Milliarden-Dollar-Investition in die US-amerikanische Fertigung. Ab Jahresende sollen Glas für iPhone-Vorder- und -Rückseite aus Kentucky kommen, Chips aus Arizona.
Kritik aus der Apple-Gemeinde
Apple-Blogger John Gruber kommentierte trocken, Cooks Aussage ergebe „nur dann Sinn, wenn man glaubt, staatliche Entscheidungen seien nicht politisch – was bedeutet, sie ergibt keinen Sinn“.
Apples Image unter Druck
Apple gilt eigentlich als progressive Marke – typisch fürs liberale, weltoffene Kalifornien, und sicherlich auch im Geiste von Steve Jobs. Wie lange das Gleichgewicht zwischen Corporate-Diplomatie und Markenwerten trägt, bleibt abzuwarten.
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