Der „Streaming War“ zwischen Warner Bros., Netflix Paramount ist beendet.
Anfang Dezember schien klar, dass Netflix das Geschäft von Warner Bros. übernimmt. Dann mischte sich Paramount mit einem Gebot ein.
Fast drei Monate ist es offiziell: Netflix ist raus! Warner Bros. Discovery hat dem milliardenschweren Kauf durch Paramount Skydance zugestimmt.
Paramount zahlt 81 Milliarden US-Dollar
Im monatelangen Bieterwettstreit setzte sich Paramount gegen Netflix durch, das sein eigenes Angebot schließlich zurückzog.
Paramount wird alle Anteile übernehmen und zahlt 31 US-Dollar pro Aktie – was einer Bewertung von rund 81 Milliarden US-Dollar Eigenkapital bzw. etwa 110 Milliarden US-Dollar Gesamtwert entspricht.
Das Paket umfasst unter anderem die Film- und Fernsehstudios von Warner Bros. mit CNN, die Plattform HBO Max sowie das umfangreiche Lizenz- und Inhaltsarchiv des Hauses.
Regulierungsbehörden in den USA prüfen den Zusammenschluss noch, Kritiker warnen vor weniger Wettbewerb und möglichen Jobverlusten in der Branche.
So verlief der Konflikt der Bieter
Netflix wollte das Studio- und Streaminggeschäft von Warner Bros. in einem milliardenschweren Deal übernehmen. Auch Apple soll gerüchteweise Interesse an einer Übernahme gezeigt haben.
Diese Übernahme hätte eine der größten Transaktionen in der Geschichte der Entertainment-Branche markiert.
Der Abschluss des Deals wäre an die Abspaltung des Kabelsender- und TV-Netzwerkgeschäfts – also unter anderem Nachrichtensender und klassische Pay-TV-Kanäle – gebunden gewesen. Er war für das dritte Quartal 2026 erwartet worden, wenn die US-Kartellbehörde zugestimmt hätten.
Netflix wollte mit der Übernahme einen massiven Ausbau vorantreiben – weg vom reinen Streaming-Produzenten hin zum klassischen Studio- und Film- und Serien-Produzenten samt enormer Backlist. Mit dem neuen Portfolio hätte Netflix Zugriff auf ikonische Film-, Serien- und Markenrechte – inklusive Global-Hits und langlebiger Franchises bekommen.
Auch in Deutschland herrscht Fusions-Fieber
Die Kombination aus Netflix’ globaler Reichweite und der Produktionskraft von Warner Bros. sollte neue Möglichkeiten für Kino-Premieren, exklusive Streaming-Starttermine und ein deutlich breiteres Inhaltsangebot schaffen. Damit hätte sich das Gleichgewicht in der Medienlandschaft nachhaltig verschoben.
Doch nun ist Netflix raus – und Paramount der Gewinner. Zusammenschlüsse im Streaming-Markt werden immer dringlicher, weil die Zuschauer sich nicht alle Abos leisten können und wollen. Auch darum wollen sich in Deutschland bekanntlich RTL und Sky zusammenschließen. Das deutsche Kartellamt dürfte in Kürze entscheiden, ob der gewünschte Zusammenschluss genehmigt wird.
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